Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.02.2019


Bezirk Landeck

Lawinen auf 1400 Seiten dokumentiert

Fünf Buchbände, 1400 Seiten: Josef Walser hat Zeitungsberichte aus Österreich und Deutschland über die Paznauner Lawinen vom 23./24. Februar 1999 zu einer einzigartigen Dokumentation aufbereitet.

© Fünf Buchbände, 1400 Seiten: Josef Walser hat Zeitungsberichte aus Österreich und Deutschland über die Paznauner Lawinen vom 23./24. Februar 1999 zu einer einzigartigen Dokumentation aufbereitet.



Es ist eine einzigartige Arbeit, die der Landecker Chronist und Heimatforscher Josef Walser in Zusammenhang mit den Lawinen von Galtür und Valzur (23./24. Februar 1999) geleistet hat. In den schneereichen Tagen kurz vor und dann vor allem nach der Naturkatastrophe kaufte er — aus Eigeninteresse — deutschsprachige Tageszeitungen sowie einige Wochenmagazine. Das kostete ihn täglich rund 150 Schilling (ca. 12 Euro).

In den Sommerferien 1999 schnitt er Unmengen an Berichten zur Lawinenkatastrophe aus, datierte sie, ordnete sie chronologisch und klebte sie auf A4-Blätter. Der Klebstoffverbrauch war enorm, eine Tube Uhu reichte für rund zwölf Seiten. In Summe lagen dann 1400 beklebte Seiten auf dem Tisch, die er zu fünf Buchbänden unter dem Titel „Lawinenkatastrophen 1999 im Paznaun" binden ließ.

„Ich habe mir dabei auch die Sinnfrage meines Tuns gestellt", bemerkt er. Eine „derart umfangreiche sowie zeitraubende und zudem stupide Arbeit" würde er jedenfalls nie wieder machen.

„Die Dokumentation ist Teil einer Paznauner Katastrophenchronik. Aber vollständig ist sie auf keinen Fall", resümiert der im Ischgler Weiler Versahl aufgewachsene Heimatforscher. (hwe)

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