Letztes Update am Fr, 08.03.2019 19:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Forschung

Studie zu Plastikmüll auf den Philippinen mit erschreckendem Ergebnis

Täglich werden auf den Philippinen fast 48 Millionen Einkaufssackerln aus Plastik benutzt, im Jahr mehr als 17 Milliarden. Dazu kommen jährlich etwa 16,5 Milliarden kleinere und dünnere, häufig durchsichtige Plastiksackerln.

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© dpa-Zentralbild/Patrick PleulSymbolfoto.



Manila – Auf den Philippinen hat die Untersuchung einer Nichtregierungsorganisation zu Plastikmüll erschreckende Ergebnisse zutage gefördert. Einem am Freitag veröffentlichten Bericht der NGO Gaia zufolge werden täglich fast 48 Millionen Einkaufssackerln aus Plastik benutzt, im Jahr mehr als 17 Milliarden. Dazu kommen jährlich etwa 16,5 Milliarden kleinere und dünnere, häufig durchsichtige Plastiksackerln.

Mehr als die Hälfte der untersuchten Materialien stammten aus nicht recyclebaren Plastikpäckchen, die auf den Philippinen häufig als Verpackung für Kaffee oder Shampoo in geringen Mengen dienen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei ungefähr einem solchen Päckchen pro Tag, wie der Chef des Gaia-Asien-Pazifik-Büros, Froilan Grate, mitteilte. Städte kämen aufs Jahr gerechnet je nach Größe auf „schockierende“ Millionen und Milliarden solcher Portionspäckchen.

NGO fordert Umdenken bei Unternehmen

Der Bericht ergab auch, dass bei entschiedener Durchsetzung örtlicher Verbote von Plastiksackerln drastisch weniger Plastikmüll anfällt. Die NGO fordert von der Regierung in Manila strengere Bestimmungen und ein Umdenken auch bei den Unternehmen und Herstellern.

Für die Studie untersuchte die NGO das Müllaufkommen von 21 Anlagen in sechs Städten und sieben Gemeinden und rechnete das Ergebnis auf das gesamte Land hoch. (APA/AFP)