Letztes Update am Fr, 11.10.2019 08:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Studie

Klimawandel: Mittelmeer eine der am stärksten betroffenen Weltregionen

Deutliche Temperaturanstiege und ein Rückgang der Niederschläge von bis zu 30 Prozent etwa im Balkan und in der Türkei werden in den nächsten Jahrzehnten erwartet. Zugleich würden unwetterartige Regenfälle häufiger.

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Barcelona – Der Klimawandel hat im Mittelmeerraum deutlich heftigere Auswirkungen als im weltweiten Durchschnitt. Wie aus einer am Donnerstag von der Union für das Mittelmeer (UfM) vorgestellten Studie hervorgeht, stiegen die Temperaturen in der Region bisher schon um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Der globale Temperaturanstieg lag im selben Zeitraum bei durchschnittlich 1,1 Grad.

Bis zum Jahr 2040 könnten die Temperaturen rund um das Mittelmeer um bis zu 2,2 Grad im Vergleich zum 19. Jahrhundert steigen, heißt es in der von 600 Wissenschaftern erarbeiteten Studie. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Anstieg in manchen Gegenden sogar bis zu 3,8 Grad betragen.

„Wir sind eine der am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen weltweit“, sagte UfM-Generalsekretär Nasser Kamel bei der Präsentation der Studie. In dieser warnen die Wissenschaftler auch vor den Folgen des Klimawandels. Darunter führen sie Trockenheit und einen Rückgang der Niederschläge von bis zu 30 Prozent etwa im Balkan und in der Türkei auf. Zugleich würden unwetterartige Regenfälle häufiger. Die Menschen in der Mittelmeerregion müssten mit Dürren und Ernteausfällen rechnen. (APA/AFP)

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