Letztes Update am Mi, 13.11.2019 11:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NASA

Rochen-Raumschiff soll dunkle Seite der Venus erkunden

Die NASA hat die Universität in Buffalo mit der Entwicklung eines Raumschiffs für die Erforschung der Venus beauftragt. „Breeze“ soll den harten Bedingungen auf dem extrem düsteren Planeten standhalten können.

So soll das Raumschiff "Breeze" aussehen.

© CRASH Lab, University at BuffaloSo soll das Raumschiff "Breeze" aussehen.



Innsbruck — Mit einem solarbetriebenen Raumschiff, das rein äußerlich stark an einen Rochen erinnert, will die Raumfahrtagentur NASA offenbar die Venus erkunden. Das „Breeze" genannte Gefährt wird derzeit von der Universität von Buffalo entwickelt und so gebaut, dass es auf dem düsteren Planeten zurechtkommt. Es hat bewegliche Flügel, die den Bewegungen eines durchs Wasser gleitenden Rochens ähnlich sind. Als „Wasser" dienen dem Raumschiff die starken Winde aus der oberen Atmosphäre der Venus.

Um Gefahren — wie etwa Wolken aus Schwefelsäure oder Temperaturen jenseits der 460-Grad-Marke — umgehen zu können, soll das Raumschiff von der Erde aus kontrollierbarer als bisherige Raumschiffe sein.

Geplant ist, dass „Breeze" alle vier bis sechs Tage die Venus umrundet. Die Instrumente sollen Proben der Atmosphäre nehmen, das Wetter analysieren und vulkanische Aktivitäten beobachten. Die Akkus der Solarzellen sollen alle zwei bis drei Tage aufgeladen werden, wenn sich das Raumschiff auf der Sonnenseite der Venus befindet.

Unklar, ob Projekt umgesetzt wird

Noch ist offen, ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird. Derzeit steckt es noch in der Entwicklungsphase. Die NASA hat in jüngster Vergangenheit aber zunehmend Interesse an der Erforschung der Venus bekundet. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Raumfahrtagentur möglicherweise sogar Astronauten zu dem äußerst gefährlichen Planeten schicken will.

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Sie könnten mit einer Art Luftschiff über den Schwefelwolken in der oberen Atmosphäre der Venus schweben und auf einer Basis wohnen. Während die direkte Oberfläche des Planeten äußerst menschenunfreundlich ist, herrschen in der obersten Atmosphäre erdähnliche Bedingungen. (TT.com/reh)