Letztes Update am So, 02.07.2017 14:50

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Vor G-20-Gipfel: 10.000 Menschen bei Demonstration in Hamburg

Nach Polizeiangaben kamen etwa 10.000 Demonstranten zusammen. Die Vertreter der Organisatoren fordern einen grundsätzlichen Politikwechsel.

Nach Polizeiangaben kamen etwa 10.000 Demonstranten zusammen.

© AFPNach Polizeiangaben kamen etwa 10.000 Demonstranten zusammen.



Hamburg – Mehrere tausend Menschen haben sich am Sonntag in der Hamburger Innenstadt zu einer ersten größeren Demonstration gegen den bevorstehenden G-20-Gipfel versammelt. Bei der von Gewerkschaften, Umweltorganisationen und anderen Initiativen organisierten Veranstaltung unter dem Motto „G20 Protestwelle“ forderten sie unter anderem mehr Engagement für den Klimaschutz und eine gerechtere Globalisierung.

Nach Polizeiangaben kamen etwa 10.000 Demonstranten zusammen. Die Veranstaltung verlief einem Sprecher zufolge zunächst „völlig friedlich“.

Während der Auftaktkundgebung auf dem Rathausmarkt forderten Vertreter der Organisatoren einen grundsätzlichen Politikwechsel im globalen Maßstab. „Es braucht eine gerechte Verteilung in Deutschland und weltweit“, sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Sweelin Heuss, forderte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, beim G-20-Gipfel am Freitag und Samstag einen nationalen Kohleausstieg zu verkünden. Deutschland werde seine Klimaziele sonst „krachend verfehlen“.

Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Familien mit Kindern, Jugendliche sowie ältere Menschen. Viele trugen Fahnen und Transparente mit Aufschriften wie „Democracy now“ (Demokratie jetzt), „Global umfairteilen“, oder „Kohle stoppen“. Nach der Auftaktkundgebung machten sich die Teilnehmer auf den Weg zu einem Protestmarsch durch die Hamburger Innenstadt.

Zu der Protestveranstaltung gehörte auch eine Bootsdemo auf der Binnenalster. Aufgerufen zu dem Marsch hatten der DGB, Greenpeace, WWF, Nabu, Campact, Oxfam und diverse andere Organisationen. (APA, AFP)

- Reuters