Letztes Update am Mo, 23.04.2018 10:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge

Frankreich schickt mehr Polizisten an Grenze zu Italien

Am Wochenende hatten „Identitäre“ einen Alpenpass nahe der französisch-italienischen Grenze blockiert. Später überquerten Helfer mit Flüchtlingen den Pass. Der Innenminister will mit zusätzlichen Polizisten die vollständige Kontrolle der Grenzen ermöglichen.

© APA/AFPAm Wochenende kam es im italienisch-französischen Grenzgebiet zu Rangeleien mit der Polizei.



Lyon – Nach Aktionen von Rechtsextremen und Flüchtlingshelfern hat die französische Regierung mehr Polizisten an die Grenze zu Italien. Innenminister Gerard Collomb erklärte am Sonntagabend, mit den zusätzlichen Polizisten solle „die vollständige Einhaltung der Kontrolle der Grenzen“ sichergestellt werden.

Zugleich kritisierte er „Provokationen“ und „inakzeptable Aktionen“ von „Ultra-Rechten“ und „Ultra-Linken“ in dem Grenzgebiet in den Alpen. Am Wochenende hatten Aktivisten der rechtsextremen „Identitären“-Bewegung, darunter auch Österreicher, einen Alpenpass nahe der französisch-italienischen Grenze blockiert. Sie bezeichneten den Pass als „strategischen Punkt des Grenzübertritts illegaler Einwanderer“. Später überquerten rund hundert französische Flüchtlingshelfer zusammen mit etwa 30 Flüchtlingen die Grenze nach Frankreich, dabei gab es Rangeleien mit der Polizei.

Zahlreiche Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Westafrika, versuchen von Italien aus nach Frankreich zu gelangen. Die französische Grenzpolizei weist die Flüchtlinge immer wieder ab und schickt sie zurück nach Italien. (APA/AFP)