Letztes Update am Mi, 09.05.2018 18:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU

Merkel würdigt Fortschritte im Kosovo, aber es ist noch viel zu tu

Bei einem Treffen mit Staatspräsident Hashim Thaci würdigte Merkel die Forschritte des Kosovo beim Aufbau demokratischer Strukturen.

© REUTERSDer Staatspräsident des Kosovo, Hashim Thaci und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.



Berlin – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Fortschritte des Kosovo beim Aufbau demokratischer Strukturen gewürdigt. Zehn Jahre nach der Unabhängigkeit von Serbien gebe es aber auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union noch viel zu tun, sagte die CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit dem Staatspräsidenten des Kosovo, Hashim Thaci, am Mittwoch in Berlin.

Insbesondere nannte Merkel den Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität, für mehr Rechtsstaatlichkeit und gegen die hohe Arbeitslosigkeit.

Zentrale Frage bleibe die Beziehung zu Serbien, zu dem das Kosovo bis 2008 gehört hat. Mit dieser Frage werde sich auch der EU-Sondergipfel zum westlichen Balkan am 17. Mai in Sofia befassen. Als vorrangig nannte Merkel die Gründung eines serbischen Gemeindeverbands im Kosovo und die Klärung von Energiefragen. Eine zeitliche Perspektive für einen EU-Beitritt nannte Merkel nicht.

Das Treffen Merkels mit Thaci diente vor allem der Vorbereitung der Konferenz in der bulgarischen Hauptstadt. Der Präsident dankte dem „wunderbaren deutschen Volk“ für die Unterstützung bei der Erlangung der Unabhängigkeit von Serbien. An Merkel gerichtet sagte er: „Sie sind die Hoffnung für den westlichen Balkan.“ Im Verhältnis zu Serbien müsse jetzt die „Abschlussphase“ der Verhandlungen eröffnet werden. Es gebe keinen anderen Weg als den Dialog, um ein Abkommen mit Serbien zu erreichen. (APA/dpa)