Letztes Update am Fr, 11.05.2018 08:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU

EU-Budget: Österreich 2017 mit 370 Millionen Euro Beitrag

Insgesamt haben alle EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens ihre absoluten Beiträge ins EU-Budget 2017 gesteigert.

© dapdSymbolbild.



Brüssel – Österreich rangierte mit Beiträgen von knapp 370 Millionen Euro ins EU-Budget im Vorjahr auf Rang zehn im Vergleich der 28 Mitgliedsländer. Deutschland baute seine Spitzenreiter-Position mit 3263 Millionen Euro weiter aus. Die Briten sind trotz Rückgängen auf 2324 Millionen Euro weiterhin zweiter vor Frankreich (2288 Millionen).

Insgesamt haben alle EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens ihre absoluten Beiträge ins EU-Budget 2017 gesteigert. Die britischen Zahlungen gingen von knapp 2396 Millionen oder 16,1 Prozent am Gesamthaushalt auf 2324 Millionen oder 15,2 Prozent zurück. Österreich blieb mit 2,4 Prozent zwar unverändert, doch konnte es seine Beiträge von 2016 auf 2017 von 353,3 Millionen auf 369,2 Millionen Euro anheben.

De Zahlen von 2017 laut Eurostat-Daten

Das gesamte EU-Budget 2017 betrug 15.326,5 Millionen Euro (100 Prozent). Der Anteil der Eurozone lag bei 11.169 Millionen Euro (72,9 Prozent).

Hinter Deutschland (3263,3 Millionen / 21,3 Prozent) folgen Großbritannien (2324,3 Millionen / 15,2 Prozent), Frankreich (2287,6 Millionen / 14,9 Prozent) und Italien (1.716,9 Millionen / 11,2 Prozent). Diese vier Staaten allein trugen 61,2 Prozent zum europäischen Haushalt bei.

Dann folgen Spanien (1163,7 Millionen / 7,6 Prozent), Niederlande (733,2 Millionen / 4,8 Prozent), Schweden (477,8 Millionen / 3,1 Prozent), Polen (465,6 Millionen / 3,0 Prozent), Belgien (437,2 Millionen /2,9 Prozent) und Österreich (369,2 Millionen / 2,4 Prozent).

Die ersten zehn Länder der EU verbuchen einen Anteil am Gesamtbudget 2017 von 86,4 Prozent.

Insgesamt elf Staaten verzeichneten einen Beitrag zum europäischen Haushalt von weniger als einem Prozent. Den geringsten Anteil gab es auch angesichts ihrer Größe für Malta (11,1 Millionen Euro / 0,1 Prozent) und Zypern (19,2 Millionen Euro / 0,1 Prozent), gefolgt von den drei Balten-Staaten Estland (23,0 Millionen / 0,2 Prozent), Lettland 26,8 Millionen (0,2 Prozent) und Litauen (41,9 Millionen / 0,3 Prozent).

Von den „reicheren“ EU-Staaten weist Luxemburg mit 55,8 Millionen Euro nur einen Anteil von 0,4 Prozent auf. Finnland kommt mit 223,5 Millionen auf 1,5 Prozent und Dänemark mit 288,4 Millionen auf 1,9 Prozent. (APA)