Letztes Update am Fr, 13.07.2018 06:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Gipfel

EU-Gipfel in Innsbruck: Demo durch die Stadt mit Musik statt Gewalt

Bis zu 700 Demonstranten marschierten am Donnerstag anlässlich des EU-Gipfels durch Innsbruck. Das Motto: „Eure Sicherheit tötet“.

© zeitungsfoto.atAbgesehen von einer Rauchbombe in der Museumstraße blieb die Demo friedlich.



Innsbruck – Ein mit schwarzem Frack bekleideter Herr brachte einen Sarg mit. Auch die „Omas gegen Rechts“, die „Chöre für Menschlichkeit“ und Gäste aus Italien ließen sich die Demonstration am Donnerstagabend in Innsbruck nicht entgehen: Etwa 700 bunt gemischte Teilnehmer versammelten sich vor der Annasäule, um ihren Unmut gegen Flüchtlingspolitik, Kapitalismus, Faschismus etc. lautstark kundzutun.

Richtig los ging es aber erst eine halbe Stunde später. Der Grund: Bei der Polizei angemeldet wurde der Kundgebungsbeginn mit 18 Uhr, im Internet und auf der Außenmauer der Ferrarischule war aber von 18.30 zu lesen. Für die Polizei war die Verschiebung kein Problem – „dann halt ein bisschen später“, so ein Beamter. Inzwischen sorgte eine Rockband auf einem Lkw für Unterhaltung. Und das Alkoholverbot in der Maria-Theresien-Straße nahmen nicht alle ernst.

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Kurz nach 19.30 setzte sich der Demonstranten-Zug in Richtung Museumstraße und Hauptbahnhof in Bewegung. Eine Blasmusikkapelle gab den Takt vor, einige Demonstranten wagten sogar ein Tänzchen.

Teilnehmer blieben friedlich

Der berüchtigte „schwarze Block“ blieb entgegen der Polizeibefürchtungen der Kundgebung fern, die Teilnehmer blieben friedlich. Und auch das Großaufgebot an Polizeibeamten hielt sich weitgehend im Hintergrund. Auch dann, als Demonstranten es in der Museumstraße qualmen ließen. (tom)

Die „Omas gegen Rechts“ wurden von den etwa 700 Demo-Teilnehmern lautstark begrüßt.
- Thomas Boehm / TT