Letztes Update am Do, 25.10.2018 21:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Union und SPD stehen laut Umfrage vor Verlusten in Hessen

Aktuellen Umfragen zufolge hätte nur eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP eine stabile Mehrheit im Landtag.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (l.) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.

© dpaDie deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (l.) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.



Berlin – CDU und SPD drohen einer Umfrage zufolge bei der Landtagswahl am Sonntag in Hessen starke Verluste. Die Grünen liegen dem am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge mit 20 Prozent gleichauf mit der SPD auf dem zweiten Platz. Die CDU käme auf 28 Prozent. Die AfD zöge mit zwölf Prozent in den Wiesbadener Landtag ein und wäre damit in allen deutschen Landesparlamenten vertreten.

Linke und FDP können der Projektion zufolge mit jeweils acht Prozent rechnen. Mit diesem Ergebnis hätte von den politisch denkbaren Bündnissen lediglich eine Regierung aus CDU, Grünen und FDP – ein sogenanntes Jamaika-Bündnis – eine sichere Mehrheit im Landtag. Die amtierende schwarz-grüne Koalition stünde ebenso auf der Kippe wie eine Koalition aus CDU und SPD, eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder Rot-Rot-Grün.

Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CDU 38,3 Prozent der Stimmen geholt. Die SPD kam auf 30,7 Prozent, die Grünen auf 11,1 Prozent, die Linke auf 5,2 Prozent, die FDP auf fünf Prozent und die AfD auf 4,1 Prozent.

Die Projektionswerte des Politbarometers stellen dem ZDF zufolge lediglich ein Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt dar und sind keine Prognose für den Wahlausgang am Sonntag. Fast 40 Prozent der Befragten gaben zudem an, sie wüssten noch nicht sicher, wen sie wählen sollten.

Das sich abzeichnende Abschneiden bei der Hessen-Wahl hat innerhalb der Bundesregierung bereits zu Spannungen geführt. In Union und SPD wird offen über ein mögliches Ende der Großen Koalition im Bund gesprochen. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte für diesen Fall Neuwahlen in Aussicht. (APA/Reuters)




Kommentieren


Schlagworte


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Nowotny ist Vorsitzende des ERA Council Forum Austria.EU
EU

Ein Plädoyer für die Ungewissheit beim Forum Alpbach

“Die Ungewissheit umarmen“: Dafür wirbt Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny. Nur so kann man gelassen in die Zukunft blicken.

Aufatmen für die 356 Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Ocean Viking“.Seenotrettung
Seenotrettung

Lösung für Migranten auf „Ocean Viking“: Malta genehmigt Landung

Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ darf in Malta anlegen. Die 356 Migranten an Bord werden auf die EU-Mitgliedsstaaten Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemb ...

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat die Regierungskrise losgetreten. Nun wird über das weitere Vorgehen beraten.Krise in Italien
Krise in Italien

Salvini im Abseits: Sozialdemokraten prüfen Allianz mit Fünf Sternen

PD-Chef Zingaretti könnte sich eine Koalition mit den Fünf Sternen vorstellen, jedoch „nicht um jeden Preis“. Berlusconi spricht sich für eine „Mitte-Rechts- ...

Der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (r.).Brexit-Drama
Brexit-Drama

Johnson gibt sich nach Gespräch mit Macron optimistisch

Boris Johnson sagte nach einem Treffen mit Macron, er sei im Brexit-Streit „ermutigt“ – durch die Gespräche mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. Auch M ...

brexit2017
Symbolfoto.Deutschland
Deutschland

VW will Namen der Volkswagen-Halle bei AfD-Parteitag verdecken

Die Belegschaft stellte über den Betriebsrat klar, dass sich die Partei „Alternative für Deutschland“ gegen die Werte von VW richte.

Weitere Artikel aus der Kategorie »