Letztes Update am Sa, 27.10.2018 12:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großbritannien

Erstmals deutscher Präsident bei Weltkriegsgedenken in London

Franl-Walter Steinmeier ist das erste deutsche Staatsoberhaupt, das an der Zeremonie am 11. November teilnehmen wird. Es werde ein „historischer Akt der Versöhnung“ sein, teilte die britische Regierung mit.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

© imago stock&peopleDer deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.



London – Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird heuer bei den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren in London teilnehmen. Das teilte die britische Regierung am Samstag mit.

Steinmeier werde am Denkmal für die Gefallenen im Zentrum Londons, dem Cenotaph, am 11. November einen Kranz niederlegen und anschließend bei einem Gedenkgottesdienst in der Westminster Abbey dabei sein. Es ist das erste Mal, dass ein deutsches Staatsoberhaupt bei der traditionellen Kranzniederlegung in der britischen Hauptstadt beteiligt sein wird. Es werde ein „historischer Akt der Versöhnung“ sein, hieß es in der Mitteilung.

„Ich freue mich, Bundespräsident Steinmeier zur diesjährigen Zeremonie willkommen zu heißen, wo wir allen Gefallenen gedenken werden und unsere Dankbarkeit für den Frieden zum Ausdruck bringen werden“, sagte Premierministerin Theresa May der Mitteilung zufolge. Steinmeiers Anwesenheit zeige die Bedeutung der Gedenkveranstaltung 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Kritik von britischer Presse

Großbritannien begeht traditionell am zweiten Sonntag im November das Erinnern an die Gefallenen der beiden Weltkriege und späterer Kriege. Die Kranzniederlegung am Cenotaph übernahm im vergangenen Jahr zum ersten Mal Prinz Charles stellvertretend für seine Mutter, Königin Elizabeth II., die von einem Balkon aus zusah.

Eine mögliche Teilnahme Steinmeiers wurde im Vorfeld in den britischen Medien teils kritisch kommentiert. So glaubte die Boulevardzeitung The Sun, die Anwesenheit des deutschen Bundespräsidenten könne zu einem „Aufschrei unter Veteranen“ führen. (APA/dpa)


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