Letztes Update am Mi, 07.11.2018 16:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Berliner Behörden verbieten rechte Demo am 9. November

Am 9. November 1938 initiierte das NS-Regime die ersten landesweiten Pogrome gegen die jüdische Minderheit in Deutschland. Ein „Trauermarsch für die Toten von Politik“ von rechtsextremen Gruppen an diesem Datum wurde nun verboten.

Symbolbild.

© dpaSymbolbild.



Berlin – Berlins Innensenator Andreas Geisel hat eine am 80. Jahrestag der Pogromnacht geplante rechte Demonstration in der deutschen Hauptstadt verboten. Der Aufzug „würde in eklatanter Weise den Sinn und moralisch-ethischen Stellenwert dieses Gedenktages negieren“, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben der Versammlungsbehörde an die Veranstalter.

Das Verbot erstrecke sich auch auf alle Ersatzveranstaltungen. Rechtsextreme und rechtspopulistische Gruppen hatten für diesen Freitag zu einem „Trauermarsch für die Toten von Politik“ aufgerufen. Der 9. November ist in Deutschland historisch höchst aufgeladen. 1918 endete an diesem Tag mit der Abdankung des Kaisers und der Ausrufung der Republik die Monarchie. 1923 startete an diesem Datum der spätere Diktator Adolf Hitler einen Putschversuch gegen die Weimarer Republik. 1938 initiierte das NS-Regime die ersten landesweiten Pogrome gegen die jüdische Minderheit. Am 9. November 1989 schließlich fiel die Berliner Mauer. (APA/dpa)

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