Letztes Update am Fr, 04.01.2019 16:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Explosion vor AfD-Büro: Kein Haftantrag gegen Tatverdächtige

Am Donnerstagabend ereignete sich vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln eine Explosion. Drei festgenommene Tatverdächtige kommen möglicherweise bald wieder auf freien Fuß.

Durch die Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln entstanden erhebliche Schäden an der Tür und an der Fensterscheibe.

© dpa-ZentralbildDurch die Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln entstanden erhebliche Schäden an der Tür und an der Fensterscheibe.



Döbeln – Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind die drei festgenommenen Tatverdächtigen möglicherweise bald wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz als zuständige Behörde werde keinen Haftantrag stellen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Es bestünden keine ausreichenden Haftgründe. Die Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren waren nach dem Anschlag festgenommen worden und gelten weiterhin als tatverdächtig. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen (LKA) in Dresden stammen sie aus der Region. Sie seien am Freitag vernommen worden. Einzelheiten wollte das LKA nicht nennen.

Die Explosion hatte sich am Donnerstag um 19.20 Uhr vor dem Parteibüro ereignet. Es entstanden erhebliche Schäden an der Tür und an der Fensterscheibe, wie das LKA weiter mitteilte. Verletzt wurde niemand. Im Büro seien Werbematerialien in Brand geraten. Das Feuer konnte gelöscht werden. Auch ein Nachbarhaus und zwei vor dem Gebäude geparkte Transporter wurden beschädigt. (dpa)