Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.05.2019


Bezirk Kufstein

Thierseerin will Sprung nach Brüssel schaffen

Die Thierseerin Barbara Thaler (ÖVP) kämpft um Vorzugsstimmen für den Einzug ins Europaparlament. Sie holte sich Othmar Karas als Wahlhelfer.

ÖVP-Kandidatin Barbara Thaler und ÖVP-Kandidat Othmar Karas wollen in Brüssel den Durchblick behalten.

© OtterÖVP-Kandidatin Barbara Thaler und ÖVP-Kandidat Othmar Karas wollen in Brüssel den Durchblick behalten.



Bad Häring – Barbara Thaler steht auf Platz acht der ÖVP-Liste für die Wahl zum Europäischen Parlament. Derzeit stellt die Volkspartei sechs Mandatare, also ein ambitioniertes Ziel der Thierseerin, die als Tiroler Spitzenkandidatin nach Brüssel will. Daher heißt es für sie vor allem Vorzugsstimmen sammeln. Zur Unterstützung holte sie sich jetzt ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas nach Tirol. Beide präsentierten in Bad Häring ihr Wahlprogramm. Für Karas brauche man das Miteinander und den Konsens in der EU. Ihm und Thaler gehe es darum, dass die Debatte über die Zukunft der Europäischen Union „nicht mit dem 26. Mai abgeschlossen ist. Wir wollen mit Bürgerforen beginnen und diese mit einer europaweiten Volksabstimmung über einen Reformvertrag mit der Wahl 2024 abschließen.“ Man wolle endlich in die Zukunft starten. „Ich leide darunter, dass meine Mitbewerber nur großteils wissen, wogegen sie sind, und lauter Stellvertreterkriege führen.“ Er lehne auch jede Zusammenarbeit mit rechtspopulistischen Parteien auf Europaebene ab. Das dortige Verhalten der FPÖ sei ein Schaden, stellte er klar.

Thaler, die sich besonders dem Thema Digitalisierung verschrieben hat, glaubt, dass „das Potenzial unserer Region noch zu heben ist“. Sie wolle sich auch für Steuerfairness (Stichwort Digitalsteuer) und die Forschung einsetzen. In puncto Ausbau des Brenner-Bahnzulaufs meinte Karas, dass hier wie in der gesamten Verkehrsdiskussion europaweit zusammengearbeitet werden müsse. (wo)