Letztes Update am Di, 21.05.2019 14:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl 2019

EU-Wahl: Wählen in der Zelle, per Brief, per Boten oder vom Bett aus

Am Sonntag steht die EU-Wahl vor der Tür. Bei keiner anderen größeren Wahl ist die Beteiligung so niedrig. Dabei kann die Stimme auf verschiedensten Wegen abgegeben werden.

Für jede Stimmabgabe außerhalb des „eigenen“ Wahllokals ist eine Wahlkarte nötig.

© APAFür jede Stimmabgabe außerhalb des „eigenen“ Wahllokals ist eine Wahlkarte nötig.



Wien – Bei keiner anderen größeren Wahl ist die Beteiligung so niedrig wie bei EU-Wahlen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten der Stimmabgabe: Urnenwahl im „eigenen“ Wahllokal und Kartenwahl in jedem Wahllokal Österreichs am Sonntag, Briefwahl per Post oder Abgabe (persönlich oder durch Boten) bei der Wahlbehörde sowie für Bettlägrige „fliegenden Wahlbehörden“.

Für jede Stimmabgabe außerhalb des „eigenen“ Wahllokals ist eine Wahlkarte nötig. Die sollte man sich rasch besorgen - denn es zählen nur die Stimmen, die am 26. Mai um 17 Uhr bei der Wahlbehörde eingelangt sind.

Die einzelnen Schritte für Brief- und Wahlkartenwahl:

1. Wahlkarte beantragen: Schriftlich (per Brief, Karte vom Wahl-Folder, Fax, E-Mail, online) oder persönlich bei der Gemeinde, in deren Wählerevidenz man steht. Die Identität muss nachgewiesen werden; geschieht dies nicht beim Antrag, wird die Wahlkarte eingeschrieben zugestellt. Letzter Termin für den Antrag ist der Mittwoch, wenn man sich die Wahlkarte zusenden lässt - und der Freitag (12 Uhr), wenn man sie selbst oder ein Bevollmächtigter sie am Gemeindeamt (Magistratischen Bezirksamt) mitnehmen kann.

2. Briefwählen: Partei am Stimmzettel ankreuzen, nach Wunsch einem Kandidaten derselben Partei eine Vorzugsstimme geben (Liste liegt bei) - Stimmzettel in das gummierte Wahlkuvert stecken, dieses zukleben, in die Wahlkarte zurücklegen - durch Unterschrift bestätigten, dass man persönlich, unbeobachtet und unbeeinflusst gewählt hat - Wahlkarte zukleben.

3. Postweg: Die Adresse der Bezirkswahlbehörde ist aufgedruckt, das Porto übernimmt der Bund. Die Wahlkarte muss spätestens am 25. Mai um 9 Uhr im Briefkasten liegen; die Post hebt ausnahmsweise am Samstag aus und liefert die Wahlkarten zeitgerecht ab.

4. Abgabe bei der Wahlbehörde: Schon vor dem oder am 26. Mai direkt bei der Bezirkswahlbehörde - entweder persönlich oder durch eine andere Person. In Wien und Statutarstädten holt man die Wahlkarte bei der Bezirkswahlbehörde ab - und kann sie gleich dort ausfüllen und wieder abgeben.

5. Urnenwahl am 26. Mai: Persönlich im „eigenen“ Wahllokal oder in jedem beliebigen Wahllokal Österreichs - aber nur mit nicht ausgefüllter Wahlkarte. Diese wechselt man im Wahllokal gegen einen Stimmzettel. Ist die Wahlkarte ausgefüllt, kommt sie in den Topf „Briefwahl“. Zu beachten ist, dass viele Wahllokale nicht bis 17 Uhr offen haben.

6. „Zweite Chance“: Hat man die Wahlkarte nicht rechtzeitig von der Post abgeholt, kann man sie am Sonntag bei einer Gemeindewahlbehörde in der Nähe des Zustellortes bekommen - und gleich damit wählen. Wo erfährt man durch einen Anruf im Innenministerium unter 0800 202220.

7. Wählen im Ausland: Auch für die Briefwahl aus dem Ausland gilt Annahmeschluss Sonntag, 17.00 Uhr. Da der Postweg länger dauert, sollte man sich flott entscheiden. Im EU-Raum und in der Schweiz können die ausgefüllten Wahlkarten bis Montag, 20. Mai, bei einer österreichischen Vertretungsbehörde oder Einheit abgegeben werden. Außerhalb des EWR ist dies nur mehr bis Freitag, 17. Mai, möglich. (APA)