Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 09.06.2019


Südtirol

Protestmarsch in Sterzing: Südtirols Bauern fordern Wolfs-Regulierung

Solidarität aus Nordtirol: Hermann Gahr, Michael Bacher (v. l.), Josef Hechenberger und Peter Raggl (v. r.) demonstrierten mit ihren Südtiroler Kollegen für die Reduzierung des Wolfbestands.

© Max SchererSolidarität aus Nordtirol: Hermann Gahr, Michael Bacher (v. l.), Josef Hechenberger und Peter Raggl (v. r.) demonstrierten mit ihren Südtiroler Kollegen für die Reduzierung des Wolfbestands.



Mehr als 1500 Personen beteiligten sich am Samstag in Sterzing an einem Protestmarsch gegen die unkontrollierte Wolfszunahme in Südtirol. „Der Unmut ist überall groß", ließ der Veranstalter, Südtirols Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler, schon im Vorfeld verlauten: „Mit der Protestaktion wollen wir ein Zeichen dafür setzen, dass es um nichts weniger als um die Zukunft der Almwirtschaft geht."

Nach zahlreichen Wolfsrissen in der Vergangenheit wollen die Protestanten — unter ihnen der Südtiroler Landesrat Hermann Schuler sowie aus Nordtirol Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger, Bauernbund-Direktor Peter Raggl, Tirols Schafzüchter-Obmann Michael Bacher sowie der Südtirol-Sprecher des Nationalrats, Hermann Gahr — nicht weniger als ein wolfsfreies Südtirol.

Leo Tiefenthaler ist überzeugt, dass die Protestkundgebung ihre Wirkung nicht verfehlen wird. „Es sind weit mehr gekommen, als wir erwartet haben", erklärte er der TT gegenüber, „besonders gefreut hat uns die zahlreiche Teilnahme aus dem nördlichen Teil Tirols und aus Salzburg." Es gehe schließlich darum, als überregionale Gemeinschaft Flagge zu zeigen und dafür zu sorgen, dass auf den Almen im Alpenraum auch in Zukunft Kühe und Schafe friedlich weiden können. (mz)

Groß und Klein demonstrierten gestern in Sterzing für ein wolfsfreies Südtirol.
Groß und Klein demonstrierten gestern in Sterzing für ein wolfsfreies Südtirol.
- Max Scherer



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