Letztes Update am Do, 13.06.2019 09:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge

„Sea-Watch 3“ sucht Hafen für 52 gerettete Migranten

Das Schiff, auf dem sich unter anderen neun Frauen und zwei Kinder befinden, war am Mittwoch vom Sea-Watch-Flugzeug Colibri entdeckt worden. Der italienische Innenminister Matteo Salvini schloss die Öffnung der italienischen Häfen für die Migranten aus.

Ein Schiff der Hilfsorganisation Sea Watch (Archivfoto).

© imagoEin Schiff der Hilfsorganisation Sea Watch (Archivfoto).



Rom - Die deutsche NGO Sea-Watch sucht einen sicheren Hafen für die Landung von 52 Migranten, die am Mittwoch 47 Seemeilen vor der libyschen Küste gerettet worden sind. Ein Appell zur Aufnahme der Migranten wurde an Italien, Malta und die Niederlande gerichtet, berichtete die Organisation per Twitter.

Das Schiff, auf dem sich unter anderen neun Frauen und zwei Kinder befinden, war am Mittwoch vom Sea-Watch-Flugzeug Colibri entdeckt worden. Die Migranten wurden an Bord des Schiffes "Sea-Watch 3" genommen.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini schloss einmal mehr die Öffnung der italienischen Häfen für die geretteten Migranten aus und drohte mit der Konfiszierung des Schiffes. Durch ein umstrittenes neues Sicherheitsdekret, das am Dienstagabend beschlossen wurde, ist dies möglich. Mit dem Maßnahmenpaket will Italien NGOs komplett von der Rettung von Migranten im Mittelmeer abhalten. Hilfsorganisationen, aber auch UNO-Menschenrechtsvertreter und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) haben das Sicherheitspaket heftig kritisiert. (APA)