Letztes Update am Mo, 29.07.2019 15:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spanien

Madrid soll deutlich wachsen: Megaprojekt „Nuevo Norte“ fixiert

Eines der größten stadtplanerischen Vorhaben Europas ist auf Schiene. Um geschätzte 7,3 Milliarden Euro soll im Norden der spanischen Hauptstadt ein 270 Hektar großes Gebiet urbanisiert werden.

Blick auf Madrid. (Symbolfoto)

© pixabayBlick auf Madrid. (Symbolfoto)



Madrid – Nach jahrzehntelangen Debatten hat der Stadtrat von Madrid das urbane Projekt „Madrid Nuevo Norte“ (Madrids Neuer Norden) genehmigt. Es sei am Montag mit den Stimmen aller Parteien gebilligt worden, wie die Verwaltung mitteilte. Den Angaben zufolge ist es eines der größten stadtplanerischen Vorhaben in Europa.

Die nötige Absegnung durch das Regionalparlament der Autonomem Gemeinschaft Madrid gilt nach Medienberichten als Formsache. Die Zeitung „ABC“ und Stadtpolitiker nannten es eines der „ehrgeizigsten Projekte in ganz Europa“.

Tausende Wohnungen und neues Geschäftszentrum

Das Vorhaben, das die Stadt schon seit Anfang der 1990er-Jahre beschäftigt, sieht die Urbanisierung eines etwa 270 Hektar großen Gebiets nördlich des Nord-Hauptbahnhofs Chamartin vor. Das entspricht ungefähr der Fläche von 375 Fußballfeldern. Unter anderem entstehen sollen 10.500 Apartments – darunter rund 4000 Sozialwohnungen. Zudem eine Geschäfts-City und drei neue U-Bahn-Stationen. Große Flächen seien für Parks, Sport- und Freizeit eingeplant.

Die Investitionskosten werden auf rund 7,3 Milliarden Euro geschätzt. Etwa ein Drittel davon solle die öffentliche Hand bereitstellen. Der erste Spatenstich soll Ende 2020 erfolgen, die Bauzeit wird auf 24 Jahre geschätzt. (APA/dpa)


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