Letztes Update am Do, 05.09.2019 16:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Kommission

Von der Leyen stellt neue Mannschaft für Europa am Dienstag vor

Die künftige Kommissionschefin hat Vorschläge aus allen Mitgliedsstaaten erhalten. Kommende Woche soll die neue EU-Kommission vorgestellt werden.

Ursula Von der Leyen wird neue EU-Kommissionspräsidentin.

© AFPUrsula Von der Leyen wird neue EU-Kommissionspräsidentin.



Wien – Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will am Dienstag ihr Team vorstellen. Sie wolle dann ein „gut ausbalanciertes Kollegium“ aus Kommissaren zusammenstellen, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Sie hat demnach inzwischen von den EU-Mitgliedstaaten alle Namensvorschläge für die Kommissarsposten erhalten.

Von der Leyen löst zum 1. November den bisherigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ab. Dann nimmt auch die neue EU-Kommission die Arbeit auf. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Jeder der nach dem Brexit noch 27 Mitgliedstaaten stellt ein Mitglied des Gremiums, von der Leyen entscheidet über die Ressortverteilung. Der Kommission als Ganzes muss vor dem Amtsantritt noch das EU-Parlament zustimmen. Dazu finden zwischen dem 30. September und 8. Oktober Anhörungen der einzelnen Kommissare statt. Von der Leyen will erstmals erreichen, dass die Hälfte ihrer Kommissare Frauen sind.

Wer nach bisherigem Stand in der neuen Kommission vertreten ist

PRÄSIDENTIN

Ursula von der Leyen (Deutschland, Konservative, bis Juli Verteidigungsministerin)

VIZE-PRÄSIDENTEN

Frans Timmermans (Niederlande, Sozialdemokrat, bisher Erster Vizepräsident der EU-Kommission)

Margrethe Vestager (Dänemark, Liberale, bisherig EU-Wettbewerbskommissarin)

Josep Borrell als EU-Außenbeauftragter (Spanien, Sozialdemokrat, bisher Außenminister)

WEITERE KOMMISSARE

Didier Reynders (Belgien, Liberaler, bisher Außenminister)

Mariya Gabriel (Bulgarien, Konservative, bisher EU-Digitalkommissarin)

Kadri Simson (Estland, Liberale, frühere Wirtschaftsministerin)

Jutta Urpilainen (Finnland, Sozialdemokratin, frühere Finanzministerin)

Sylvie Goulard (Frankreich, Liberale, Ex-Ministerin und zuletzt Vizepräsidentin der französischen Zentralbank)

Margaritis Schinas (Griechenland, Konservativer, bisher Chefsprecher der EU-Kommission)

Phil Hogan (Irland, Konservativer, bisher EU-Agrarkommissar)

Paolo Gentiloni (Italien, Sozialdemokrat, früherer Ministerpräsident)

Dubravka Suica (Kroatien, Konservative, bisher EU-Abgeordnete)

Valdis Dombrovskis (Lettland, Konservativer, bisher für den Euro zuständiger Vizepräsident der EU-Kommission)

Virginijus Sinkevicius (Litauen, Grüne, bisher Wirtschaftsminister)

Nicolas Schmit (Luxemburg, Sozialdemokrat, Ex-Arbeitsminister und zuletzt EU-Abgeordneter)

Helena Dalli (Malta, Sozialdemokratin, bisher Ministerin für Europa-Angelegenheiten)

Johannes Hahn (Österreich, Konservativer, bisher EU-Erweiterungskommissar)

Janusz Wojciechoski (Polen, National-Konservativer, zuletzt Mitglied des Europäischen Rechnungshofs )

Elisa Ferreira (Portugal, Sozialdemokratin, bisher Vize-Präsidentin der portugiesischen Zentralbank)

Dan Nica oder Rovana Plumb (Rumänien, Sozialdemokraten, beide Ex-Minister und zuletzt EU-Abgeordnete)

Janez Lenarcic (Slowenien, parteilos, Diplomat)

Maros Sefcovic (Slowakei, Sozialdemokrat, bisher für Energie zuständiger Vizepräsident der EU-Kommission)

Ylva Johansson (Schweden, Sozialdemokratin, bisher Arbeitsministerin)

Vera Jourova (Tschechien, Liberale, bisher EU-Justizkommissarin)

László Trócsányi (Ungarn, Konservativer, Ex-Justizminister und zuletzt EU-Abgeordneter)

Stella Kyriakidou (Zypern, Konservative, bisher nationale Abgeordnete) (APA/AFP)