Letztes Update am Fr, 24.04.2015 13:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU

EU-Kommission erlaubte Einfuhr von 19 Genpflanzen

Die Zulassungen gelten für zehn Jahre und nur für die Vermarktung, aber nicht für den Anbau der Pflanzen.

Symbolfoto

© dpaSymbolfoto



Brüssel – Die EU-Kommission erlaubt die Einfuhr von 19 gentechnisch veränderten Pflanzen und Früchten nach Europa. Es geht um Mais, Sojabohnen, Raps und Baumwolle zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln sowie um zwei Nelkensorten. Zehn davon wurden neu zugelassen, für den Rest wurden am Freitag geltende Genehmigungen erneuert.

Die Zulassungen gelten für zehn Jahre und nur für die Vermarktung, aber nicht für den Anbau der Pflanzen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte die genveränderten Pflanzen zuvor für unbedenklich erklärt. Die EU-Kommission gab grünes Licht, nachdem unter den EU-Ländern keine ausreichenden Mehrheiten dafür oder dagegen zustande gekommen waren.

Die Brüsseler Behörde hat diese Woche vorgeschlagen, das Verfahren zu ändern und den Staaten mehr Spielraum für nationale Verbote zu geben. Landwirte, die Biotech-Branche und Umweltschützer hatten die Pläne kritisiert, weil sie aus ihrer Sicht keine Rechtssicherheit schaffen.

Der belgische Grünen-Europaabgeordnete Bart Staes nannte die Entscheidung vom Freitag zynisch. „Die europäischen Bürger wollen keine genetisch veränderten Organismen. Die Kommission muss aufhören, diese Tatsache zu ignorieren.“ Die Umweltschutzorganisation Greenpeace unterstellte, die Brüsseler Behörde habe bei der Entscheidung die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA im Hinterkopf gehabt. „Dies ist TTIP in Aktion.“ (APA/dpa)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Boris Johnsons Vorhaben, den Austritt bis Ende des Monats vollzogen zu haben, steht auf der Kippe.Brexit-Drama
Brexit-Drama

Johnson droht offen damit, Brexit-Gesetz zurückzuziehen

Der britische Premier zieht alle Register: Boris Johnson hat offen damit gedroht, seinen Brexit-Deal aus dem Parlament zurückzuziehen und eine Neuwahl anzust ...

brexit2017
DUP-Chefin Arlene Foster sprach am Montag von einem „sehr traurigen Tag“ und von einem „Affront gegen Menschenwürde und Menschenleben“.Menschenrechte
Menschenrechte

Homo-Ehe und Abtreibungen in Nordirland legalisiert

Das britische Unterhaus hat bereits im Juli beschlossen, Abtreibungen und die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren zu erlauben. Nun trat der Beschluss in Kr ...

Am Montage ist die Regierung von Premierminister Boris Johnson mit dem Versuch gescheitert, das neue Brexit-Abkommen mit der EU durch das Parlament zu bringen.Großbritannien
Großbritannien

Brexit: Ein Vertrag, 535 Seiten und eine unendliche Geschichte

Der Vertrag mit mehr als 500 Seiten soll den geregelten EU-Austritt Großbritanniens garantieren. Dabei geht es auch um Bürgerrechte, Finanzverpflichtungen un ...

Parlamentspräsident John Bercow widersprach dem Wunsch der britischen Regierung.Brexit-Drama
Brexit-Drama

Unterhaus darf heute nicht über Brexit-Deal abstimmen

Die Entscheidung des britischen Unterhauses über den neuen Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson verzögert sich weiter. Parlamentspräsident John Berc ...

brexit2017
Bei vielen liegen die Nerven bei diesem Thema blank: Am Wochenende gab es auch neuerliche Großdemonstrationen von Brexit-Gegnern in London.Brexit-Drama
Brexit-Drama

Steht Brexit-Showdown bevor? Johnson will notfalls keine Abstimmung über Deal

Neuer Anlauf beim Brexit: Womöglich stimmen die Parlamentarier in London schon heute Nachmittag über Boris Johnsons Austrittsabkommen ab. Wenn es denn keine ...

brexit2017
Weitere Artikel aus der Kategorie »