Letztes Update am Di, 29.12.2015 14:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahlen 2016

Bundespräsident: Hofer kandidiert nicht, Van der Bellen heiratete

Im Reigen der möglichen Kandidaten für die Hofburg brachte das Wochenende Neues. Während bei der FPÖ ein Kandidat einen Antritt ausschloss, gibt es bei den Grünen ein weiteres Indiz für die Kandidatur eines Parteiurgesteins.

Alexander Van der Bellen im September 2015 anlässlich einer Präsentation seiner Autobiografie "Die Kunst der Freiheit. In Zeiten zunehmender Unfreiheit".

© APA/GEORG HOCHMUTHAlexander Van der Bellen im September 2015 anlässlich einer Präsentation seiner Autobiografie "Die Kunst der Freiheit. In Zeiten zunehmender Unfreiheit".



Wien – Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer wird wohl nicht FPÖ-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl im April. Er strebe dieses Amt nicht an, er fühle sich dafür mit 44 Jahren „ehrlich gesagt“ noch zu jung, sagte er Montag in der „ZiB 2“ ab. Ihn zum Antreten zu bewegen, wäre eine „sehr schwere Aufgabe“. Er präferiert „zwei Personen“, aber die Entscheidung liege beim Parteivorstand.

Bei den Grünen zeichnet sich indes immer mehr ein Antreten von Parteiurgestein Alexander Van der Bellen ab. Ein Indiz dafür wollen manche in seiner Hochzeit vom Wochenende erkennen.

Hofer strebt Hofburg nicht an

Parteichef Heinz-Christian Strache hatte Hofer mehrfach als möglichen – und „exzellenten“ – Präsidentschaftskandidaten der FPÖ genannt. „Ich persönlich strebe dieses Amt nicht an“, betonte dieser aber am Montag – und ergänzte auf den Hinweis auf ähnliche Antworten des möglichen ÖVP-Kandidaten Erwin Pröll: „Aber ich bin nicht der Herr Pröll. Wenn ich sage, ich strebe das nicht an, dann ist es auch so.“

Welche „zwei Personen“ er als FPÖ-Kandidaten für geeignet hielte, wollte er nicht verraten. Er könne die Entscheidung des Parteivorstandes nicht vorwegnehmen. Befragt nach Rechnungshofpräsident Josef Moser und Ursula Stenzel meinte er, dies wären „zwei Persönlichkeiten, die man sich sehr gut vorstellen kann“.

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Hochzeit als Indiz für Hofburg-Antritt?

Bei den Grünen sorgte indes am Wochenende eine private Feier für Schlagzeilen. Der frühere Grünen-Parteichef und mögliche Bundespräsidenten-Kandidat Alexander Van der Bellen heiratete wieder. Die Partei bestätigte die Hochzeit und verwies auf seine Bitte um Wahrung der Privatsphäre. Die Vermählung wird von manchen Seiten jedoch teils als Indiz für sein Antreten bei der Bundespräsidentenwahl 2016 gewertet.

Ein Parteisprecher bestätigte die Heirat mit Doris Schmidauer, Geschäftsführerin im Grünen Parlamentsklub. Van der Bellens erste Frau und er seien „einvernehmlich geschieden und weiterhin freundschaftlich verbunden“, hieß es weiters. (tt.com/APA)