Letztes Update am Mi, 06.04.2016 09:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ORF-Wahlfahrt

Settele fuhr Hofer und Van der Bellen durch Österreich

Bei der zweiten Wahlfahrt begaben sich die beiden Präsidentschaftskandidaten Hofer und Van der Bellen auf den Beifahrersitz. Der grüne Van der Bellen, der als unabhängiger Kandidat antritt, wurde dabei durch Tirol kutschiert.

Hanno Settele begibt sich mit seinen Kandidaten auf den Weg zur Hofburg.

© ORF/Neumayr/SBHanno Settele begibt sich mit seinen Kandidaten auf den Weg zur Hofburg.



Wien – Von politischen Gegensätzen war die zweite ORF-“Wahlfahrt“ mit den Präsidentschaftskandidaten geprägt: FPÖ-Bewerber Norbert Hofer und der Grüne Alexander Van der Bellen ließen sich von „Chauffeur“ Hanno Settele im Mercedes fahren und fragen. Während Van der Bellen ungewohnte Härte im Umgang mit Migranten zeigte, versuchte Hofer, weiter der nette Blaue von nebenan zu sein.

Über Aussagen seiner blauen Parteifreunde versuchte Settele Hofer stolpern zu lassen – nämlich, ob er auch als Bundespräsident alles von Heinz-Christian Strache und Co. durchgehen lassen würde („Hump/Dump/Lump“, Bundeskanzler als „Staatsfeind“). Wie er damit umgehe, als „freundliches Gesicht der FPÖ“ zu gelten? Hofers Frau könne beweisen, „dass ich auch sehr grantig sein kann“.

Van der Bellen - als gelernter Grüner ein Fahrer eines Hybrid-Autos - lies sich durch seine „Heimat“ Tirol kutschieren und bewies – wie immer bedachten – Humor indem er einen jüdischen Witz erzählte. Kein Pardon zeigte er mit jener Situation konfrontiert, dass ein Mann aus etwa religiösen Gründen die Behandlung seiner Frau durch eine Ärztin verweigern könnte. „Irgendwann hört sich der Spaß auf“, zeigte sich Van der Bellen empört.

Persönlich wurde es bei der „Wahlfahrt“ als Hofer die tragische Geschichte seines Paragleit-Unfalls mit anschließender und schließlich überwundener Querschnittlähmung erzählte. Van der Bellen wiederum wurde immer wider damit konfrontiert, leidenschaftlicher Raucher zu sein. Dass er auf die Zigarette beim Staatsbesuch auf der Gangway verzichten müsste, ist aber auch ihm bewusst.

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