Letztes Update am Fr, 13.05.2016 20:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahl 2016

Van der Bellen gegen Hofer: Das Duell im Video-Rückblick

Die Bundesländerzeitungen luden zur Konfrontation: Am Freitag traten die Kandidaten für die Stichwahl zur Bundespräsidentenwahl, Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer, in der Grazer Stadthalle gegeneinander an.

© Jürgen FuchsAlexander Van der Bellen und Norbert Hofer mit Wolfgang Böhm (Presse) und Mario Zenhäusern (TT).



Graz, Innsbruck - Eineinhalb Wochen vor der Bundespräsidenten-Stichwahl am 22. Mai geht es für Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer um alles oder nichts. Am Freitag luden die Bundesländerzeitungen Tiroler Tageszeitung, Kleine Zeitung, Vorarlberger Nachrichten, Salzburger Nachrichten, Oberösterreichische Nachrichten sowie Die Presse die Kandidaten zum Internet-Liveduell nach Graz.

Gemeinsamkeiten zwischen Van der Bellen und Hofer gibt es nur mehr wenige — das grundsätzliche Ja zu einer Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler etwa oder die Skepsis gegenüber dem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP. Im Detail gehen die Meinungen aber auch hier auseinander.

Die Konfrontation wurde via Livestream übertragen. Hier die Aufzeichnung:

Die besten Zitate

Ich durfte zweisprachig aufwachsen: Hochdeutsch mit meinen Eltern und Kaunertalerisch mit meinen Spielkameraden.
Alexander Van der Bellen

Wenn die Grünen den Begriff Heimat verwenden, das glaubt doch niemand. Heimat war doch immer ein Feindbegriff für sie.
Norbert Hofer

Ich halte die Doppelstaatsbürgerschaft für einen richtigen Weg. Wenn die Wiener Vizebürgermeis­terin (Maria Vassilakou, Grüne, Anm.) Griechin und Österreicherin sein kann, kann das auch für Südtirol gelten.
Norbert Hofer

Ich habe überhaupt nichts gegen Doppelstaatsbürgerschaften, ganz im Gegenteil. Im Fall Südtirol ist aber darauf zu achten, dass es nicht zu Problemen kommt wie zwischen Ungarn und Rumänien.
Alexander Van der Bellen

Wenn beide Parteien sich dem kollektiven Harakiri hingeben wollen, und ich hoffe das nicht, kann nicht einmal der Bundespräsident das verhindern.
Alexander Van der Bellen

Ich verzichte jetzt auf diesen Angriff. Da kommt nur wieder eine Streiterei heraus.
Norbert Hofer

Wenn ich merke, das wird in der Regierung immer schlimmer, dann hat das einfach keinen Sinn mehr.
Norbert Hofer

Die Statements der Journalisten

Wenn die beiden Kandidaten im Amt genauso angriffig sind wie bei der Diskussion der Bundesländer-Tageszeitungen, dann stehen uns innenpolitisch turbulente Zeiten bevor.
Mario Zenhäusern, TT

Eine zweistündige Frontalkollission zweier gegensätzlicher Weltsichten. Vor allem bei Hofer fiel auf, dass er das Samitge immer mehr ablegt und die Dosis erhöht. Er wird zum Wolf im Wolfspelz.
Hubert Patterer, Kleine Zeitung

Es war ein echtes Streitgespräch. Es war spannend und es wurde offenherzig diskutiert. Die Wähler und Wählerinnen konnten bei dieser Debatte viele neue Einsichten gewinnen.
Christoph Kotanko, OÖN

Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen sind zwei Kandidaten mit Ecken und Kanten. Da wissen der Wähler und die Wählerin, was sie haben. Es war eine Diskussion, die vieles geklärt hat.
Andreas Koller, SN

Die Atmosphäre zwischen beiden wird von Konfrontation zu Konfrontation aggressiver. Hofer hat sich in seiner Antwort auf einen jungen Moslem erstmals radikal gezeigt und nicht staatstragend.
Wolfgang Böhm, Die Presse

Waren Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen zu Beginn des Stichwahlkampfs noch um freundliche Rhetorik bemüht, sind sie im Finale zum Duell um die Hofburg viel angriffiger geworden.
Birgit Entner, VN

Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer im Gespräch mit Wolfgang Böhm (Presse) und Mario Zenhäusern (TT).
- Jürgen Fuchs
Volles Haus bei der Wahldebatte der Bundesländer-Zeitungen.
- Jürgen Fuchs
- Jürgen Fuchs