Letztes Update am So, 24.12.2017 13:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neue Regierung

Kurz: Habe Van der Bellen „sehr schätzen gelernt“

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprachen über die Regierungsbildung – und Weihnachten.

©



Wien – Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat zu Weihnachten sein positives Verhältnis zu Bundespräsident Alexander Van der Bellen herausgestrichen. Er habe den Bundespräsidenten „sehr schätzen gelernt“, sagte Kurz in der ORF-Fernsehsendung „Licht ins Dunkel“. In vielen Gesprächen habe man eine Vertrauensbasis aufgebaut. In den letzten zwei Monaten habe man sehr gut zusammengearbeitet und er gehe davon aus, dass das auch weiterhin so gut funktionieren werde.

Weihnachten feiert Kurz im Kreise der Familie und er garantierte vorab, dass dabei nicht über Politik gesprochen werde. Auch als Bundeskanzler werde sich das Weihnachtsfest mit seiner Freundin und der Familie nicht verändern. Kurz verriet auch, dass er Geschenke immer spät kaufe und das manchmal auch noch am 24. getan habe. Heuer habe er noch am gestrigen Samstag das notwendigste erledigt.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zeigte sich froh, dass es gelungen sei, vor Weihnachten die Regierungsbildung abzuschließen. Der Zeitplan sei aber nicht das entscheidende gewesen, wichtiger sei es gewesen, ein seriöses, qualitativ gefestigtes Regierungsprogramm zustande zu bringen.

Zufrieden zeigte sich Strache auch, dass die FPÖ nach zwölf Jahren harter Oppositionsarbeit 2017 einen „wesentlichen Schritt“ erreicht und die Möglichkeit zur Gestaltung bekommen habe. Damit habe man aber noch nicht das Ende erreicht, nun müsse man sich mit Demut und Verantwortung täglich beweisen, sagte der FPÖ-Obmann.

Bundespräsident Van der Bellen zeigte sich als Schirmherr von „Licht ins Dunkel“ überzeugt, dass es im Land öffentliche und private Hilfe brauche. Es brauche einerseits ein sehr gutes Sozialsystem, damit niemand unter die Räder komme. Weil dieses aber nie ganz perfekt sei, brauche es auch die NGOs, die sich nicht über Steuergelder sondern über private Spenden finanzieren.

Seine Frau Doris Schmidauer bezeichnete es als „große Ehre und Freude“, das Land an seiner Seite repräsentieren zu dürfen. Der Schritt in die Öffentlichkeit sei ein großer gewesen, an den man sich erst gewöhnen müsse. (APA)


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).Innenpolitik-Blog
Innenpolitik-Blog

Kurz und Kickl: “Müssen Schlepper-Geschäftsmodell zerschlagen“

Seit Dezember 2017 ist in Österreich eine schwarz-blaue Bundesregierung unter der Führung von Kanzler Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Strache (FPÖ) im Amt. Im Inn ...

koalition
Die Angeklagten (v.l.) Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ex-Telekom Vorstand Rudolf Fischer am 70. Verhandlungstag der Telekom/Valora-Causa.Telekom/Valora
Telekom/Valora

Telekom-Prozess: Studien, Scheinrechnungen und „Geschenke“

Der angeklagte Ex-Lobbyist Peter Hochegger schilderte am 70. Verhandlungstag, wie „subtile Abhängigkeiten“ aus „Gefälligkeiten“ entstehen. Er beschrieb ein S ...

Symbolbild.Innenpolitik
Innenpolitik

„Anwesenheitspflicht“ für Asylwerber: Verstärkte Info und Kontrolle der Hausordnung

Die Anwesenheitspflicht von 22 bis 6 Uhr soll im Rahmen der Hausordnung von Flüchtlingsquartieren umgesetzt werden. Die Pläne sorgen zum 1. Jahrestag von Tür ...

koalition
Symbolfoto.„Datensatz nicht authentisch“
„Datensatz nicht authentisch“

Höchstgericht stoppt Passentzug bei türkischen Doppelstaatsbürgern

Der Verfassungsgerichtshof kippt die bisherige Rechtssprechung zum Passentzug für vermeintlich illegal türkisch-österreichische Staatsbürger.

Symbolbild.Das war 2018
Das war 2018

Das waren die Themen des Jahres in Österreichs Zeitungen

Migration, Integration, Fußball-WM, Klimawandel und Brexit – diese fünf Themen dominierten 2018 die heimischen Zeitungen. Der Klimawandel schaffte es erstmal ...

sowar2018
Weitere Artikel aus der Kategorie »