Letztes Update am Di, 02.01.2018 13:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Van der Bellen und Fischer empfingen Ban Ki-moon

Das „Ban Ki-moon Centre for Global Citizens“, das sich für Frauen und junge Menschen einsetzen soll, wird morgen in Wien aus der Taufe gehoben.

© BUNDESHEERBundespräsident Van der Bellen (l.) und sein Vorgänger Heinz Fischer empfingen den Ex-UNO-Generalsekretär in der Präsidentschafrskanzlei.



Wien – Bundespräsident Alexander Van der Bellen und sein Amtsvorgänger Heinz Fischer haben am Dienstag den früheren UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Präsidentschaftskanzlei in Wien empfangen.

Grund für Bans Besuch war die Eröffnung des neuen „Ban Ki-moon Centre for Global Citizens“ in Wien, das am morgigen Mittwoch mit einem Festakt im Bundeskanzleramt feierlich aus der Taufe gehoben wird. Das Zentrum – eine gemeinsame Gründung von Fischer und Ban – soll das Selbstbestimmungsrecht und die gesellschaftliche Position von Frauen und jungen Menschen stärken, die Chancen auf Bildung für alle Kinder in der Welt erhöhen, sowie Beiträge zur friedlichen Lösung von internationalen Konflikten liefern.

Die langjährigen Freunde Fischer und Ban informierten den Bundespräsidenten im Voraus über die Aktivitäten des neuen Zentrums. Van der Bellen zeigte sich laut einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei erfreut über das „ambitionierte Programm“. Besonders wichtig fände er es, „dass die Jugend ins Zentrum rückt beim Kampf gegen Extremismus und Radikalismus. Den jungen Menschen gehört die Zukunft. Ihre Bildung und Ausbildung zu friedlichen Weltbürgerinnen und Weltbürgern finde ich enorm wichtig“, so der Bundespräsident.

Ausführliche Gespräche zu Korea-Konflikt

Auch der Konflikt rund um Nordkorea sei bei dem Treffen ausführlich besprochen worden, teilte der Sprecher des Bundespräsidenten, Reinhard Pickl-Herk, mit. Ban sei auf die lange Geschichte des Konflikts zwischen Nord- und Südkorea eingegangen. Die gegenwärtige Situation sei zwar laut Ban „sehr problematisch“, wie der Präsidentensprecher erzählte, der frühere UNO-Generalsekretär bewerte aber die jüngste Ankündigung Nordkoreas, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, als „positives Zeichen“. (APA)