Letztes Update am Mo, 07.05.2018 07:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aula

Rosenkranz: Keine FPÖ-Inserate mehr in rechtsextremer Zeitschrift

Die Bundes-FP will schon seit Jahren keine Inserate mehr in der rechtsextremen Aula geschaltet haben. Von FP-Ortsgruppen gab es aber sehr wohl Anzigenschaltungen in dem Blatt.

 FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz.

© APA FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz.



Wien – Die FPÖ wird in Zukunft keine Inserate mehr in der rechtsextremen Zeitschrift Aula schalten. Das erklärte FP-Klubobmann Walter Rosenkranz in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ zum Thema Mauthausen am Sonntagabend. Gleichzeitig sagte er, es habe auch schon in den vergangenen Jahren keine Inserate der Bundes-FPÖ mehr in der Aula gegeben.

Rosenkranz sagte in der über weite Strecken emotional geführten Debatte auf den Hinweis des Vorsitzendes des Mauthausen-Komitees Willi Mernyi, die FPÖ finanziere die Aula mit Inseraten, dies geschehe schon seit Jahren nicht mehr. Auf den Hinweis, dass es laut einer Untersuchung der NGO SOS Mitmensch sehr wohl FPÖ-Inserate gegeben hat – und zwar bis hinein ins Jahr 2017 – meinte Rosenkranz, hier müsse man differenzieren: Es sei möglich, dass Ortsgruppen der FPÖ Inserate geschaltet haben. „Von der Bundespartei ist nichts mehr gekommen.“

Mit Artikeln nicht einverstanden

Mit den teils rechtsextremen und antisemitischen Artikeln der Aula sei die FPÖ nicht einverstanden, so Rosenkranz: „Wir sind damit nicht einverstanden und vor allem (Parteichef, Anm.) Heinz-Christian Strache ist damit nicht einverstanden“, so Rosenkranz, der einräumte, dass die Aula aufgrund von Artikeln als rechtsextrem und antisemitisch einzustufen ist: „Es sind einige Artikel drinnen gewesen, die das eindeutig darlegen.“

Mernyi bekräftigte erneut den erst am Freitag erneuerten Beschluss des Mauthausen-Komitees, die FPÖ nicht zur Gedenkveranstaltung nach Mauthausen einzuladen. Und er zeigte sich verwundert darüber, dass die FPÖ in den letzten 50 Jahren (während derer sie auch nie zu der vom Komitee veranstalteten Gedenkfeier eingeladen wurde) das Komitee niemals kontaktiert habe. „Aber in dem Moment, wo sie in der Regierung sitzen, gibt es ein Gedenkgedränge“, so Mernyi. (APA)

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