Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.09.2018


Österreich

Sebastian Kurz: „Südtirol ist unser Herzensanliegen“

Bundeskanzler Sebastian Kurz bezeichnet Südtirol als engen Partner für Österreich.

© DolomitenÖVP-Chef Sebastian Kurz (l.) gab in Bozen der Südtiroler Schwesterpartei SVP und LH Arno Kompatscher Rückenwind für die Landtagswahl.Foto: Dolomiten



Bozen, Wien – Rückenwind, das erwartet sich die Südtiroler Volkspartei (SVP) von Österreichs Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz im Landtagswahlkampf. Denn für SVP-Obmann Philipp Acham­mer ist es nicht irgendeine Wahl, schließlich muss die SVP am 21. Oktober um die absolute Mehrheit bangen. „Südtirol ist auch für uns eine Herzensangelegenheit“, streute Kurz Landeshauptmann und Spitzenkandidat Arno Kompatscher Rosen.

Für Kurz ist der 21. Oktober auch eine „wichtige Entscheidung für uns“. Er bezeichnete Arno Kompatscher in europäischen und regionalen Fragen als engen Partner. Die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler hält Kurz für einen nachvollziehbaren Wunsch. „Wenn wir so weit sind, werden wir die Gespräche mit Rom aufnehmen“, kündigt Kurz an. Kompatscher pflichtet ihm bei: Für den Südtiroler Landeshauptmann bleibt eine „dynamische Autonomie“ die zentrale politische Botschaft.

Im Wahlkampf geht es für Arno Kompatscher um den Südtiroler Traum „von einem guten Leben in Südtirol, wo die Bevölkerung die Gewissheit hat, dass es ein stabiles Land ist mit Zukunftssicherheit – geführt von der Südtiroler Volkspartei.“

Indessen sagte gestern der italienische Innenminister Matteo Salvini zur Diskussion über die geplante Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler: „Wir werden sicher eine Übereinkunft finden.“ Er stimme mit der österreichischen Regierung überein, dass jede Entscheidung die Zustimmung von beiden Regierungen bekommen müsse. „Es wird keine Schritte vor oder zurück geben, wenn eines der Länder nicht einverstanden ist“, betonte er. (pn)