Letztes Update am Di, 06.11.2018 13:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klimavolksbegehren

Crowdfunding-Kampagne für Klimavolksbegehren gestartet

Initiatorin Helga Krismer wünscht sich ein „politisch buntest“ Volksbegehren. Die ersten Schirmherren für die insgesamt neun Fokusgruppen der Initiative wurden am Dienstag präsentiert.

Initiatorin Helga Krismer (l.) hofft auf breiten Zuspruch.

© APAInitiatorin Helga Krismer (l.) hofft auf breiten Zuspruch.



Wien – Das von Helga Krismer, Landessprecherin der niederösterreichischen Grünen, initiierte Klimavolksbegehren soll mittels einer Crowdfundingkampagne finanziell in die Gänge kommen. „Jede Initiative braucht Geld“, erklärte Krismer im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Sie vertraue diesbezüglich auf Bürger, die ein Zeichen setzen möchten.

„Wir können uns nicht ins Biedermeier zurückziehen. Die Welle kommt immer kräftiger“, warb Krismer für breite Unterstützung. Bis 7.1.2019 läuft die Spendenkampagne auf der Plattform „startnext“ mit dem Ziel, 30.000 Euro zu sammeln. So viel sei laut Krismer notwendig, um ein Volksbegehren auch abseits der digitalen Welt einem breiten Publikum bekannt zu machen und die eine oder andere Person anzustellen.

Erste Schirmherren präsentiert

Krismer betonte, dass das Klimavolksbegehren keine Privatveranstaltung sei. Vielmehr solle es „politisch bunt sein“. Um das zu gewährleisten, werden für die insgesamt neun Fokusgruppen der Initiative Schirmherren installiert. Die ersten drei wurden im Rahmen der Pressekonferenz präsentiert. Für die Fokusgruppe „Vertrieben werden“ wurde Kilian Kleinschmidt, ehemaliger Mitarbeiter des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen, präsentiert. Sepp Eisenriegler, Gründer des Reparatur- und Servicezentrums R.U.S.Z. in Wien, nimmt sich der Schirmherrschaft der Fokusgruppe „Verschwenden und Verbrauchen“ an. Harald Frey, im Bereich der Verkehrsplanung an der Technischen Universität Wien tätig, übernimmt schließlich die Schirmherrschaft mit dem Fokus auf das Thema Mobilität. Alle drei waren verhindert und wohnten der Pressekonferenz lediglich in Form von Videobotschaften bei.

Pro Fokusgruppen sollen schlussendlich ein bis zwei Forderungen „griffig formuliert“ werden, erklärte Krismer. Aus diesen werde in der Folge ein gemeinsamer Text für das Volksbegehren erarbeitet. Stellungnahmen von Bürgern werden dabei miteinbezogen. Interessierte können sich auf der Homepage des Klimavolksbegehrens zu den neun Fokusgruppen einbringen. Helga Krismer selbst wird keine Schirmherrschaft übernehmen. „Ich wollte mich nicht zusätzlich in Szene setzen“, sagte sie. Bis wann der finale Text mit den Forderungen des Klimavolksbegehrens stehen soll, ist nicht genau festgelegt. Ein grobes Ziel sei laut Krismer aber der Zeitraum rund um die Semesterferien. (APA)


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