Letztes Update am Mo, 19.11.2018 13:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innenpolitik

„Jetzt“: Liste Pilz gibt Klub im Parlament neuen Namen

Der Parlamentsklub der nunmehr ehemaligen Liste Pilz nennt sich von nun an „Jetzt“. Man wolle die Anerkennung zurückgewinnen, die die Liste in den Nationalrat gebracht hat.

© APAPeter Pilz lehnt der von ihm gegründeten Liste nicht mehr den Namen. Von nun an heißt der Parlamentsklub "Jetzt".



Wien – Die Liste Pilz hat einen neuen Namen: In Zukunft fungiert der Parlamentsklub unter dem Titel „Jetzt“, gaben der ex-grüne Gründer Peter Pilz und Obfrau Maria Stern am Montag in einer Pressekonferenz bekannt. Auch programmatische Leitlinien gibt es.

Im Zentrum sollen künftig die Begriffe Europa, Ökologie, Gerechtigkeit und Kontrolle stehen, gab Mandatar Bruno Rossmann bekannt. Wie Pilz war Rossmann einst ein Grüner, und just diese hatten erst am Wochenende die Themen Ökologie und Gerechtigkeit programmatisch in den Mittelpunkt gerückt.

Die Präsentation gab jede Menge Gelegenheit, den neuen Namen in die Wortmeldungen einzuflechten. „Aber jetzt“, begann etwa Pilz sein Statement: „Wir gewinnen die Anerkennung, die uns in den Nationalrat geführt hat, jetzt zurück.“ Man wachse bereits wieder, eine jüngste Umfrage sehe die Liste wieder bei fünf Prozent Stimmanteil.

Mitglieder wegen Gefahr eines „Leaks“ nicht eingebunden

Stern schilderte, dass die Umbenennung Sache des Klubs gewesen sei, sie aber eingebunden wurde. Die anderen Parteimitglieder – es handelt sich um exakt 25 Personen – hingegen nicht, sei doch die Gefahr eines „Leaks“ zu groß gewesen. In einer Mitgliederversammlung in zwei Wochen soll der Namenswechsel auf Parteiebene nachvollzogen werden, wobei man sich – „damit kein Gap entsteht“, so Stern – anfangs noch „Jetzt (Liste Pilz)“ nennen will.

„Das heißt, ich habe mich weiterentwickelt zu einem Klammerausdruck“, witzelte Pilz: „Das ist durchaus eine Karriere.“

Pilz sprach von einem schwierigen Gründungsjahr der Partei. Nun wolle man nicht nur Oppositionsarbeit machen, sondern auch Plattformen bilden, damit bei der nächsten Nationalratswahl neue Mehrheiten möglich würden. Erster Schritt dazu sei die Europawahl 2019, bei der es dem „antieuropäischen Rechtsblock“ eine Abfuhr zu erteilen gelte. (APA)