Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.03.2019


Innenpolitik

“Denkwerk zukunftsreich“: Strache musste Think Tank umbenennen

Mitte Februar hat FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache den Think Tank „Denkwerk zukunftsreich“ vorgestellt. Dann ist Post von einem Markenanwalt aus Deutschland gekommen. Der Name ist geschützt.

FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

© APAFPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache.



Wien – Am 12. Februar präsentierte Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) seinen Think Tank mit dem Namen „Denkwerk zukunftsreich“. Doch nach knapp sechs Wochen musste bereits eine Namensänderung vollzogen werden. Das Vizekanzleramt bekam Post aus Deutschland. Der Markenanwalt der international tätigen Digitalagentur mit dem Namen „Denkwerk“ informierte das Vizekanzleramt „freundlich, aber bestimmt“, dass aufgrund des Markenrechts der Name geschützt ist, also nicht verwendet werden darf. Im Kabinett des Vizekanzlers wurde ein neuer Name gesucht. Dieser Tage ist er gefunden worden. Jetzt heißt der Think Tank „Denk zukunftsreich“.

Konrad Weiß, er ist im Kabinett für den Think Tank zuständig, erklärt gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass der „alte Titel zu umständlich war“. Jetzt habe man einen „prägnanten Titel“ gefunden. Zu den Kosten, die durch die Namensänderung entstanden sind, konnte Weiß keine Angaben machen. „Da wir bescheiden begonnen haben, entstanden wegen der Druckkosten auch keine großen Ausgaben.“

Warum ist diese Denkfabrik überhaupt notwendig? „Der Vizekanzler koordiniert die Regierungsarbeit auf FPÖ-Seite. Beim Think Tank geht es darum, mit externen Experten und Teilen der Bevölkerung einen Nachdenkprozess einzuläuten. Zudem sollen Projekte erarbeitet werden, die über die Laufzeit dieser Legislaturperiode hinausreichen“, antwortet Weiß.

Straches Think Tank versteht sich als Gegenstück zur Stabsstelle „Think Austria“ im Bundeskanzeramt. (misp)

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