Letztes Update am Mi, 20.03.2019 16:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innenpolitik

Verhetzung? Islamische Glaubensgemeinschaft zeigt Strache an

Wegen des Verdachts der Verhetzung hat der IGGÖ Vizekanzler Heinz-Christian Strache angezeigt. Es geht um zwei Aussagen in der vergangenen Woche.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

© APAVizekanzler Heinz-Christian Strache.



Wien – Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) zeigt Vizekanzler Hein-Christian Strache (FPÖ) wegen des Verdachts der Verhetzung an. Es geht um zwei Aussagen vergangene Woche, die aus Sicht der IGGÖ zu Gewalt gegen muslimische Menschen und Einrichtungen aufstacheln könnten, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.

„Nach den Terroranschlägen in Neuseeland haben wir als Islamische Glaubensgemeinschaft gesagt: Es reicht. Und die Aussagen des Vizekanzlers sind eine massive Entgleisung, die wir nicht mehr hinnehmen können,“ so Präsident Ümit Vural. Es geht um Äußerungen, die Strache am 14. März bei der Präsentation des Sachbuches „Feindliche Übernahme“ des umstrittenen deutschen Autors Thilo Sarrazin getroffen hatte.

Konkret stößt sich die IGGÖ am Vorwurf des Vizekanzlers, dass in Wiener Kindergärten „mit Hasspredigten die Kinder zu Märtyrern erzogen werden sollen“ sowie einem Satz, in dem vom Prozentanteil muslimischer Mitbürger und Bürgerkriegszuständen die Rede war. „Niemand steht über dem Gesetz, keine Politikerkarriere ist wichtiger als der soziale Friede in unserem Land. Daher hat uns der Vizekanzler durch seine massiven Entgleisungen zu diesem Schritt gezwungen“, so Vural. (APA)

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