Letztes Update am Mo, 15.04.2019 13:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Universität

Erasmus-Stipendien für Studenten werden erhöht

Je nach Land erhalten Studenten für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen des Erasmus Plus-Programms derzeit einen monatlichen Zuschuss zwischen 300 und 400 Euro. Dieser wird ab Herbst um 60 Euro erhöht.

Derzeit absolvieren pro Studienjahr in Österreich rund 4600 Studenten einen Erasmus-Aufenthalt.

© iStockDerzeit absolvieren pro Studienjahr in Österreich rund 4600 Studenten einen Erasmus-Aufenthalt.



Wien – Die Erasmus-Stipendien für Studenten werden ab dem kommenden Studienjahr um 60 Euro pro Monat erhöht. Eine zusätzliche Förderung erhalten außerdem Studienbeihilfe-Bezieher, die mit dem Erasmus-Programm ins Ausland gehen, kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag bei einer Pressekonferenz an.

Je nach den Lebenshaltungskosten im Zielland erhalten Studenten für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen des Erasmus Plus-Programms einen Zuschuss zwischen 300 (z.B. Bulgarien, Kroatien) und 400 Euro (z.B. Schweden, Großbritannien) im Monat. Dieser Betrag erhöht sich ab 2019/20 um 60 Euro. Einen noch stärkeren Zuwachs erhalten die Studienbeihilfe-Bezieher: Sie bekommen derzeit für die Zeit ihres Erasmus-Aufenthalts eine zusätzliche Auslandsbeihilfe, die aber mit dem Erasmus-Zuschuss gegenverrechnet wird. Ab Herbst fällt diese Gegenverrechnung weg, die Studenten erhalten das volle Erasmus-Stipendium.

Drei Millionen Euro Budgetaufstockung der EU

Derzeit absolvieren pro Studienjahr im Schnitt rund 4600 Studenten einen Erasmus-Studienaufenthalt. Beliebteste Zielländer sind dabei Deutschland, Spanien und Großbritannien. Durch eine Budgetaufstockung der EU sind ab 2019/20 im Studenten-Bereich um drei Mio. Euro mehr zu verteilen.

Im Moment machen 23,5 Prozent der Absolventen im Rahmen ihres Studiums einen Auslandsaufenthalt – entweder im Rahmen von Erasmus-Plus oder eines anderen Programms. Dieser Anteil soll bis 2025 auf 30 bis 35 Prozent steigen. Letzteres werde allerdings kaum zu erreichen sein, so Faßmann. „Wir müssen die Mobilitätsstrategie neu diskutieren.“ Man könne keine Studierenden zu Auslandsaufenthalten verpflichten. „Wir können aber attraktive Offerte machen.“

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Generell prophezeite der Minister eine Verschiebung der studentischen Mobilität von einer „Credit-Mobility hin zu einer Degree-Mobility“: Künftig würden die Studenten nicht für ein Semester nach Barcelona gehen, um dort ECTS-Punkte für ihre Ausbildung in Wien zu sammeln, sondern etwa den Bachelor in Wien absolvieren und den Master in Barcelona.

Als nächster Schritt soll die Lehrlings-Mobilität angegangen werden, kündigte Faßmann an. (APA)