Letztes Update am Fr, 24.05.2019 12:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ibiza-Skandal

„Ehekrise“ und Auszugsgerüchte: Philippa Strache dementiert

Heute so, morgen so: In Sachen Strache-Ehe ist unklar, welches Boulevard-Blatt nun Recht hat. Im aktuellen Heute-Interview dementiert die Ehefrau des zurückgetretenen Vizekanzlers alle Gerüchte um Krise und Auszug.

Philippa und Heinz-Christian Strache.

© APAPhilippa und Heinz-Christian Strache.



Wien – „Ich bin nicht ausgezogen“ lautet die Schlagzeile in der Freitag-Ausgabe der Gratiszeitung Heute, die ein Interview mit Philippa Strache veröffentlicht hat. „Diese Gerüchte stimmen schlichtweg nicht“, sagt die Ehefrau des inzwischen zurückgetretenen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ) weiter. „Es stand, dass ich zu meinen Eltern gezogen bin – dabei habe ich nur meine Mama besucht. Also alles erfunden. Ich wohne nach wie vor mit unserem Sohn und meinem Mann zusammen“, erklärte sie der Zeitung. Damit bestätigt sie auch einen Bericht von Österreich am Mittwoch.

„Ich habe mich prahlerisch wie ein Teenager verhalten und peinlich übersteigert agiert. Damit habe ich den wichtigsten Menschen in meinem Leben zutiefst verletzt. Nämlich meine Frau“, hatte Strache am Samstag in seiner Rücktrittsrede erklärt und damit die Gerüchteküche offenbar beflügelt. Zuvor waren Passagen des Ibiza-Videos veröffentlicht worden, in denen er vor seinem Freund Johann Gudenus von der vermeintlichen Oligarchen-Nichte schwärmte. Die Kronenzeitung hatte sich danach auf „enge Freunde“ berufen, die wissen lassen hätten, dass Philippa Strache noch am Montag die Koffer gepackt hätte.

„Nun gibt es den langen Weg hin zur Wahrheit“

Im Heute-Interview schilderte die 31-Jährige nun, dass die letzte Woche „eine Achterbahnfahrt“ gewesen wäre. „Da ist man zuerst nur Passagier. Langsam kommt man wieder auf die Füße. Nun gibt es den langen Weg hin zur Wahrheit!“ Sie wohne nach wie vor mit ihrem Sohn und ihrem Mann zusammen und versuche, für den kleinen Hendrik „so entspannt wie möglich zu sein“.

Daneben stehe bei ihr außerdem nun „der Kampf gegen ein unbekanntes Täternetzwerk“ im Mittelpunkt. Dem hat sich auch ihr Ehemann verschrieben, der inzwischen Anzeige gegen drei „mögliche Mittäter“ einbrachte. (TT.com)