Letztes Update am Mo, 03.06.2019 13:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neue Regierung

Kabinett Bierlein: Die Ministerinnen und Minister im Porträt

Österreich hat seit Montag eine neue Bundesregierung – die erste unter Führung einer Bundeskanzlerin. Das Kabinett Brigitte Bierlein bestehlt aus je sechs Frauen und Männern. Die Ministerinnen und Minister im Porträt:

Das Kabinett Bierlein wurde am Montag angelobt.

© APADas Kabinett Bierlein wurde am Montag angelobt.



Clemens Jabloner: Vizekanzler, Justiz, Reformen, Verfassung, Deregulierung

An wen denkt eine Höchstgerichtspräsidentin, wenn sie Kanzlerin wird? An einen Höchstgerichtspräsidenten und macht ihn gleich zum Vizekanzler. Übersetzt: die am Montag angelobte Kanzlerin Brigitte Bierlein hat den langjährigen Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs Clemens Jabloner gebeten, ihr Stellvertreter zu werden und nebenbei noch das heikle Justizressort zu übernehmen.

Clemens Jabloner.
Clemens Jabloner.
- APA

Jabloner gilt als Paradejurist. Der verheiratete Vater von drei Kindern war unter anderem Beamter im Kanzleramt als Sektionsleiter sowie im Verfassungsdienst. 1991 wurde er zum Vizepräsidenten des VwGH, zwei Jahre später Präsident – eine Aufgabe, die er 20 Jahre lang bis zum Erreichen des Pensionsalters tadellos ausfüllte. Nebenbei lehrte der langjährige Geschäftsführer des Hans Kelsen-Instituts an der Uni Wien, habilitiert hat er sich im Öffentlichen Recht. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Jabloner, als er von 1998 bis 2003 Vorsitzender der Historikerkommission der Republik Österreich war. Den Vorsitz hatte er auch im Kunstrückgabebeirat über. Zudem war Jabloner Mitglied des Österreich-Konvents.

Politisch wurde der Sohn eines Impressarios stets der SPÖ zugerechnet, was zu Beginn seiner Karriere in den 1990er-Jahren zu teils heftiger Kritik der Freiheitlichen führte. Seine korrekte Vorgangsweise in so gut wie allen Causen brachten ihm aber längst einen guten Ruf über die Parteigrenzen hinweg. Wobei selbst Jabloner nicht nur Freunde hatte. So war beispielsweise Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) mit dem VwGH-Präsidenten vor allem in Asylangelegenheiten das ein oder andere Mal zusammengeprallt. Als sein Hobby gilt die Oper, als Traumjob soll der 70-Jährige einst jenen des Staatsoperndirektors angegeben haben.

Wolfgang Peschorn: Inneres

Nach dem Tauziehen zwischen den Parteien um die Besetzung des Innenministers wurde mit Wolfgang Peschorn offenbar ein Kandidat gefunden, auf den sich alle einigen konnten. Peschorn ist seit 2006 Leiter der Finanzprokuratur, fungiert also als Anwalt der Republik.

Wolfgang Peschorn.
Wolfgang Peschorn.
- APA

Peschorn (am 17. Mai 1965 in Wien geboren) studierte Rechtswissenschaften an der Uni Wien. 1991 trat er in den Anwaltsdienst der Finanzprokuratur ein und legte 1995 die Rechtsanwaltsprüfung sowie 1997 die Prokuraturprüfung erfolgreich ab. Seit Mai 2006 leitet er die Finanzprokuratur, der die anwaltliche Vertretung und Beratung der Republik Österreich obliegt. Unter seiner Leitung wurde die Finanzprokuratur neu strukturiert. Mediale Bekanntheit erlangte Peschorn durch seine Tätigkeit bei der Aufarbeitung der Vorgänge rund um die Pleite der Hypo Alpe Adria oder der Eurofighter-Vergabe.

Eduard Müller: Finanzen, öffentlicher Dienst, Sport

Ein einstiger Finanzbeamter ist ganz oben in der Hierarchie angelangt: Der gebürtige Burgenländer Eduard Müller (56) ist neuer Finanzminister. Der Leiter der Sektion 1 im Ressort übernimmt auch die Agenden für öffentlichen Dienst und Sport, die der zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache über hatte. Er war auch Geschäftsführer des Linde Verlages, wo er etwa das „SteuerSparBuch“ publizierte.

Eduard Müller.
Eduard Müller.
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Müller wurde am 31. August 1962 in Oberwart geboren und besuchte die Handelsakademie. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und einem postgradualen MBA-Studium begann er seine berufliche Laufbahn beim Finanzamt in seiner Geburtsstadt. Weiter ging es über die Finanzlandesdirektion 1997 ins Ministerium. Dort war Müller unter anderem Leiter des Reformteams der österreichischen Steuer-und Zollverwaltung. Von 2013 bis 2015 war Müller zudem Geschäftsführer der Linde Verlag Ges.m.b.H., wo er nach wie vor regelmäßig publiziert. Mit Oktober 2015 holte ihn Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) als Präsidialchef ins Ministerium zurück. Seit 2015 ist Müller auch noch Bundesvorsitzender der Prüfungskommission für Steuerberater in der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und stellvertretender Generalsekretär im Finanzministerium.

Alexander Schallenberg: Äußeres, Kunst und Kultur, Medien

Den Politzirkus kennt Alexander Schallenberg nur zu gut. Ins Außenamt kam der Diplomat adeliger Herkunft bereits vor mehr als 20 Jahren. Mit dem Aufstieg von Sebastian Kurz (ÖVP) ins Bundeskanzleramt gelang dem langjährigen Pressesprecher mehrerer Außenminister auch sein größter Karrieresprung. Zuletzt leitete Schallenberg die EU-Koordinationssektion im Bundeskanzleramt.

Alexander Schallenberg.
Alexander Schallenberg.
- APA

Die Diplomatie wurde Schallenberg quasi in die Wiege gelegt. 1969 in Bern als Sohn des Botschafters und späteren Generalsekretärs im Außenministerium (1992 bis 1996), Wolfgang Schallenberg, geboren, wuchs er in Indien, Spanien und Frankreich auf. Von 1989 bis 1994 studierte er Rechtswissenschaften in Wien und Paris, danach Europäisches Recht am Europacollege im belgischen Brügge. Nach Belgien führte ihn auch sein erster Auslandsposten – an die österreichische EU-Vertretung in Brüssel, wo er fünf Jahre lang die Rechtsabteilung leitete. Zurück in Österreich machte sich Schallenberg als Pressesprecher der früheren Außenministerin Ursula Plassnik sowie später deren Nachfolger Michael Spindelegger (beide ÖVP) einen Namen.

Als Kurz die Agenden des Außenministers übernahm, beförderte er den Kommunikationsprofi mit Mühlviertler Wurzeln zum Leiter für „strategische außenpolitische Planung“. Auch in den Regierungsverhandlungen nach der Nationalratswahl 2017 zählte Kurz auf seinen „Initimus“, wie Schallenberg in Medien genannt wurde. Selten habe er einen so talentierteren Minister erlebt, streute Schallenberg im Interview mit dem deutschen Spiegel Kurz als Außenminister Rosen. So folgte der ausgewiesene Europaexperte Kurz auch ins Bundeskanzleramt, wo er während der türkis-blauen Regierungszeit die Stabsstelle Strategie und Planung leitete. Nun wird der vierfache Vater Außenminister unter der ersten Bundeskanzlerin des Landes.

Elisabeth Udolf-Strobl: Wirtschaftsstandort, Digitalisierung

Mit Elisabeth Udolf-Strobl (63) leitet eine Tourismus-Expertin das Wirtschaftsministerium. Die Spitzenbeamtin in diesem Ressort gilt als Wegbegleiterin des einstigen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel (ÖVP). Aktuell leitet Udolf-Strobl die Sektion V (Kulturelles Erbe). Auch im Außenministerium war sie bereits tätig.

Elisabeth Udolf-Strobl.
Elisabeth Udolf-Strobl.
- APA

Udolf-Strobl (geboren am 12. April 1956) studierte Rechtswissenschaften sowie Englisch und Spanisch an der Uni Wien. 1986 trat sie als Vertragsbedienstete in das damalige Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie ein. Nach verschiedenen Stationen im Ressort wurde sie 1991 dem Kabinett des damaligen Ministers Schüssel zugeteilt. Ab 1995 arbeitete sie ein Jahr lang im Außenministerium, wechselte danach aber wieder in ihr Stammressort unter Minister Johann Farnleitner (ÖVP). 1999 wurde Udolf Strobl zur Leiterin der damaligen Sektion VII für Tourismus und Freizeitwirtschaft bestellt, 2002 wurde ihr Aufgabenfeld um das der Historischen Objekte erweitert.

Andreas Reichhardt: Verkehr, Innovation, Technologie

Mit Andreas Reichhardt zieht wohl ein Wunschkandidat der FPÖ ins Verkehrsministerium ein. Der 50-jährige Wiener startete seine politische Karriere als Referent des Zweiten bzw. Dritten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn (FPÖ), stieg unter Minister Hubert Gorbach (FPÖ) zum stellvertretenden Kabinettschef auf und wurde 2018 Generalsekretär von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ).

Andreas Reichhardt.
Andreas Reichhardt.
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Der am 23. Oktober 1968 geborene Reichhardt begann sein Berufsleben nach Matura und Studium der Rechtswissenschaften in Wien als Beschäftigter bei der Biodroga Cosmetics GesmbH. Seinen Fuß auf die politische Ebene setzte der parteilose Jurist mit seiner Tätigkeit als parlamentarischer Wirtschaftsreferent im Büro des Zweiten (beziehungsweise Dritten) Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn (FPÖ). Von 2003 bis 2004 war Reichhardt im Kabinett des ehemaligen Verkehrsministers Hubert Gorbach (FPÖ) als stellvertretender Kabinettschef tätig, zuständig für die Bereiche Innovation und gewerblicher Rechtsschutz. Seit dem Jahr 2005 leitete er dann die Sektion III (Innovation und Telekommunikation) im Verkehrsministerium - und diente dort auch unter SPÖ-Ministern als Sektionschef.

Richtig bergauf ging es dann unter der nun abgetretenen türkis-blauen Regierung: Mit Jänner 2018 wurde der Korporierte (Grenzlandsmannschaft Cimbria Wien) dann unter FPÖ-Vizeparteiobmann Hofer Generalsekretär in dessen Ressort. Seit Frühjahr 2018 ist Reichhardt Mitglied im Aufsichtsrat der Asfinag sowie im ÖBB-Aufsichtsrat.

Maria Patek: Nachhaltigkeit, Tourismus

Maria Patek (60) ist seit August 2018 Leiterin der Sektion „Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit“ im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Davor leitete sie die Sektion „Wasserwirtschaft“.

Maria Patek.
Maria Patek.
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Von 1993 bis 2016 hatte sie verschiedene Funktionen im Bereich der Wildbach und Lawinenverbauung im Landwirtschaftsministerium inne. Die seit 1983 im Landwirtschaftsministerium tätige Patek ist Diplom-Ingenieurin, sie hat ihr Studium der Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur abgeschlossen. Außerdem hat sie den MBA in Public Management an der Universität Salzburg gemacht.

„Mich begeistern die vielfältigen Wirkungen des Waldes“, erklärte Patek, als sie die Sektion Forstwirtschaft im Vorjahr übernommen hatte. Es gehe „um die Sicherstellung einer multifunktionalen nachhaltigen Waldbewirtschaftung, was nur durch einen bestmöglichen Austausch und Ausgleich der vielfältigen Interessen gehen kann“. Internationale Vorträge hielt Patek in der halben Welt – von Japan über China bis nach Argentinien. Patek war auch Präsidentin der Plattform Naturgefahren der Alpenkonvention sowie Initiatorin des internationalen Frauennetzwerkes im Naturgefahrenmanagement. Im Landwirtschaftsministerium agierte sie zwei Jahre lang als Beauftragte für Gender Mainstreaming.

Brigitte Zarfl: Arbeit, Soziales, Gesundheit, Konsumenten

Mit Brigitte Zarfl (56) führt nun eine Ernährungswissenschafterin das Sozial- und Gesundheitsministerium. Bisher leitete sie die Präsidialsektion des großen Ressorts.

Brigitte Zarfl.
Brigitte Zarfl.
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Die am 11. August 1962 in Krems geborene Zarfl arbeitete zunächst wissenschaftlich - als Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Stoffwechselerkrankungen und Ernährungen sowie als Universitätsassistin am Institut für Ernährungswissenschaften. Unter Ministerin Lore Hostasch (SPÖ) wechselte die Mutter zweier Töchter Ende 1997 ins Gesundheitsressort, wo sie Fachreferentin für allgemeines Gesundheitswesen im Kabinett der Ministerin war. Ab 2004 war Zarfl in der EU-Sozialpolitik aktiv und vertrat Österreich im EU-Sozialschutzausschuss. 2006 wurde sie Abteilungsleiterin, 2009 Gruppenleiterin und stellvertretende Sektionsleiterin im Sozialministerium. Mit 1. Mai 2015 wurde sie von Ressortchef Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zur Leiterin der Präsidialsektion im Sozialministerium bestellt. „Durchsetzungsstärke, Engagement und einen kollegialen Führungsstil“ attestierte Hundstorfer ihr damals.

Iris Eliisa Rauskala: Bildung, WIssenschaft, Forschung

Mit Iris Eliisa Rauskala (41), der derzeitigen Leiterin der Präsidialsektion im Bildungsministerium, hat sich Übergangskanzlerin Bierlein eine ehrgeizige Pragmatikerin an die Spitze des Ressorts geholt. Ihre Laufbahn geriet unter dem einstigen ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in Schwung. Geboren ist Rauskala am 14. März 1978 in Helsinki.

Iris Eliisa Rauskala.
Iris Eliisa Rauskala.
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Die neue Bildungsministerin studierte Internationale Wirtschaftswissenschaften an der Leopold Franzens Universität Innsbruck, wo sie von 2001 bis 2007 auch beschäftigt war. Ein Studienaufenthalt führte sie an die britische Coventry Business School, 2006 erhielt sie ihren Doktortitel in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Rauskala war unter anderem Referentin im Büro der einstigen ÖVP-Bildungsminister Johannes Hahn, Beatrix Karl und Karlheinz Töchterle. 2015 machte sie Mitterlehner zur Leiterin der Sektion VI des Ressorts, seit 2018 ist sie Leiterin der Präsidialsektion.

Ines Stilling: Frauen, Familie

Aus der im Kanzleramt angesiedelten Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung kommt die neue Frauen- und Familienministerin Ines Stilling (42). Die Juristin machte Karriere unter den roten Ressortchefinnen Doris Bures, Heidrun Silhavy und Gabriele Heinisch-Hosek. Berufliche Erfahrung sammelte sie zudem bei der Arbeiterkammer und der Siemens AG sowie bei einer Wirtschaftsprüfungskanzlei.

Ines Stiling.
Ines Stiling.
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Stilling (geboren am 10. August 1976) studierte Rechtswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität in ihrer Geburtsstadt Graz. Danach zog es sie zuerst in die Privatwirtschaft als Personal- und Controlling-Chefin bei einem internationalen Handelskonzern. Von 2003 bis 2007 war sie Referentin der Abteilung Arbeitsrecht mit Schwerpunkt Mutterschutz und Kinderbetreuungsgeld in der Arbeiterkammer Wien. Der Ruf in die Politik kam für Stilling 2007, als sie Fachexpertin für den Bereich Arbeitsmarkt und Vereinbarkeit im Büro von Frauenministerin Bures wurde. Von 2008 bis 2009 war sie Referentin für den Bereich Arbeitsmarkt und Vereinbarkeit im Büro von Frauenministerin Silhavy, danach unter Frauenministerin Heinisch-Hosek, deren Büro sie bis 2012 leitete. Seitdem ist Stilling Leiterin der Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung im Bundeskanzleramt.

Thomas Starlinger: Landesverteidigung

Mit Thomas Starlinger übernimmt ein bisheriger Mitarbeiter des Bundespräsidenten die Funktion des Verteidigungsministers. Denn Alexander Van der Bellen machte Starlinger Anfang 2017 zu seinem Militär-Adjutanten. Der 56-Jährige Generalmajor übernahm damit die Aufgabe des Verbindungsorgans des Staatsoberhaupts und Oberbefehlshabers zum Bundesheer.

Thomas Starlinger.
Thomas Starlinger.
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Zuvor war Starlinger, geboren am 27. Jänner 1963 in Gmunden, vier Jahre lang Vize-Chef des Stabes beim multinationalen Kommando „Operative Führung Eingreifkräfte“ in Ulm, wodurch er mit den aktuellen geopolitischen Entwicklungen mit Fokus auf den Balkan, Nahen und Mittleren Osten und Afrika sowie den Flüchtlingsbewegungen aus dem Osten und Süden Richtung EU bestens vertraut war. Nach Absolvierung der Militärakademie war der Oberösterreicher als Kompaniekommandant in Linz und an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns tätig. Nach dem Generalstabslehrgang von 1997 bis 2000 war Starlinger zunächst bei der 7. Jägerbrigade Chef des Stabes und stellvertretender Brigadekommandant, von 2003 bis 2007 war er bei der österreichischen Militärmission in der Europäischen Verteidigungsagentur Brüssel tätig.

Im Dezember 2007 wurde Starlinger zum Kommandanten der 7. Jägerbrigade in Klagenfurt bestellt. Von November 2008 bis Mai 2009 übernahm er das Kommando über die „Multinationale Task Force Süd“ im Rahmen des KFOR-Einsatzes im Kosovo. Weitere Auslandseinsätze absolvierte er in Syrien, Zypern, im Iran und in Tadschikistan. Starlinger galt laut Medienberichten übrigens als Befürworter der Abschaffung der Wehrpflicht und der Einführung eines Berufsheeres in Österreich. (APA)


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