Letztes Update am Mo, 03.06.2019 16:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Nach Eskalation an Wiener HTL: Bildungsbehörde entscheidet

Auf Basis eines Berichts der Kommission, die die Umstände zum eskalierten Konflikt zwischen Schülern und einem Lehrer an einer HTL in Wien untersuchte, entscheidet die Bildungsdirektion nun über die Konsequenzen für alle Beteiligten.

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© Boehm/TTSymbolbild.



Wien – Seit Freitag liegt der Bericht jener Kommission vor, die die Umstände des handgreiflichen Konflikts zwischen einem Schüler und einem Lehrer an einer HTL in Wien-Ottakring untersuchen soll. „Aufgrund der Vielzahl der notwendigen Erhebungen“ wurde der Prüfzeitraum bis 31. Mai verlängert. Die Wiener Bildungsdirektion entscheidet nun auf Basis des Bericht über die Konsequenzen für alle Beteiligten. Am Dienstag wird das Ergebnis bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Die u.a. mit Juristen, Schüler-, Lehrer- und Ministeriumsvertretern besetzte Kommission sollte umfassend prüfen, wie sich die Auseinandersetzung in der HTL-Klasse genau abgespielt hat und wieso die Situation derart eskalieren konnte. Der Bericht soll laut Bildungsdirektion nicht veröffentlicht werden.

Auf Video: Lehrer bespuckt Schüler

Auslöser der Untersuchungen waren im Internet kursierende Videos. Diese zeigen, wie ein Schüler den Lehrer offenbar provoziert und von diesem dann bespuckt wird. Der Jugendliche revanchiert sich, indem er den Lehrer gegen die Tafel stößt, bevor andere Schüler einschreiten. Weitere Videos halten offenbar andere Vorfälle fest, in denen der Pädagoge bereits vor diesem Vorfall von Schülern schikaniert wurde.

Die HTL hat bereits Mitte Mai den Ausschluss von sechs an den Vorgängen beteiligten Schülern beantragt, dieser muss aber gegebenenfalls noch von der Bildungsdirektion bestätigt werden. Die Schule wird außerdem den Lehrer, der ein Quereinsteiger mit befristetem Vertrag ist und sich seit Bekanntwerden der Vorfälle im Krankenstand befindet, im kommenden Schuljahr auf jeden Fall nicht weiter beschäftigen. (APA)