Letztes Update am Mi, 14.08.2019 17:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innenpolitik

Nationalbank-Direktor Schock (FP) schloss Vertrag für Pension Enzian ab

Nationalbank-Direktor Eduard Schock schloss den Kaufvertrag für die „Pension Enzian“ in St. Jakob in Defereggen ab. Ehemaliger Wiener FPÖ-Stadtrat war Kassier des Vereins „Freiheitliches Bildungsinstitut St. Jakob“.

Eduard Schock.

© APAEduard Schock.



St. Jakob in Defereggen — Der heuer mit Ministerratsbeschluss der türkis-blauen Bundesregierung in das Direktorium der Österreichischen Nationalbank entsandte ehemalige Wiener FPÖ-Stadtrat Eduard Schock hat 22.12.2011 für den Verein „Freiheitliches Bildungsinstitut St. Jakob" den Kaufvertrag für die Pension Enzian in St. Jakob abgeschlossen. 310.400 Euro zahlte der Verein an die Vorbesitzerin.

Schock war bis im Jänner 2019 auch Finanzverantwortlicher der FPÖ-Bundespartei. In der Pension wurde am Montag eine Razzia im Zusammenhang mit Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft in der Causa FPÖ-Novomatic durchgeführt.

Bei der Razzia anwesend war der „Manager der Pension", der Wiener FPÖ-Abgeordnete Rudolf Stark, er reiste dafür nach Osttirol. Als falsch stellen sich Meldungen heraus, wonach die Pension in St. Jakob in Defereggen Rückzugsort von Ex-FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz Christian Strache war. Er verbrachte seinen Urlaub in Osttirol entweder in einer Ferienwohnung des freiheitlichen Nationalrats Gerald Hauser oder im Alpinhotel Jesacherhof. (pn)