Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.08.2019


Tirol

Rendi-Wagner in Zams: „Fristenlösung an öffentlichen Spitälern nötig“

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© Wenzel



Lobende Worte fand SPÖ-Bundesvorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei ihrer Tirol-Tour gestern am Zammer Krankenhaus St. Vinzenz. Die breite medizinische Versorgung samt den neuen Tageskliniken für Psychiatrie und Onkologie sei beeindruckend. Auch die Vernetzung mit den Medizin-Unis Innsbruck, Wien und Graz könne sie in Hinblick auf die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses nur begrüßen. Knapp fiel auf TT-Nachfrage ihre Stellungnahme zum Thema Fristenlösung aus: „Dazu sage ich nur, dass wir für die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs in allen öffentlichen Spitälern Österreichs eintreten." In Zams sowie in den übrigen Spitälern Tirols gibt es diese Möglichkeit bisher nicht.

Die Ex-Gesundheitsministerin sorgte auch für eine heitere Einlage. Als in den Gesprächen mit Primar Ewald Wöll und Spitalsgeschäftsführer Bernhard Guggenbichler bekannt wurde, Oberländer Jugendliche würden sich überdurchschnittlich oft in psychiatrischer Behandlung befinden, fragt­e Rendi-Wagner beim Tiroler SP-Chef Georg Dornauer nach: „Und woher kommst du, Georg?" — „Ich bin ein Oberländer", bekannte der Sellrainer. Dornauer wiederum teilte Komplimente an ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg aus: „Man muss sagen, Tilg hat für dieses Haus vieles getan." (hwe)