Letztes Update am Mi, 04.09.2019 12:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Integrationsbericht 2019

Mehr ausländische Schüler, Sprache bleibt Herausforderung

26 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Österreich hatte im Schuljahr 2017/2018 eine andere Umgangssprache als Deutsch.

Außenminister Alexander Schallenberg.

© APAAußenminister Alexander Schallenberg.



Wien – Im Schuljahr 2017/2018 waren rund 15,5 Prozent der Schüler in Österreich ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (14,8 Prozent) einen leichten Anstieg. Das ging nun aus den Zahlen des Integrationsberichts des Außenministeriums hervor. Die größte Herausforderung in Schulen ist laut Gudrun Biffl, Mitglied des Expertenrats für Integration, die Sprache.

Dem Bericht ist zu entnehmen, dass 2017/18 rund 26 Prozent der Schüler nicht Deutsch als Umgangssprache verwendeten. Dieser Anteil sei im Vergleich mit dem EU- und OECD-Schnitt überproportional hoch. In Wien liegt der Anteil bei rund 52 Prozent. Daher sieht Biffl hier besonders großen Handlungsbedarf. Insbesondere bei Schülern mit Migrationshintergrund in zweiter Generation sei der Anteil im Vergleich sehr hoch. Sie empfiehlt hier verstärkte Förderungen, um diesen Schülern adäquate Chancen zu ermöglichen. Als konkrete Maßnahmen nennt sie Investitionen in den Sprachunterricht, verstärkte außerschulische Jugendarbeit, sowie eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern und Schulen.

Österreichweit wurden im Schuljahr 2017/18 40.600 Schüler sprachlich gefördert. Damit blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr ziemlich konstant. Der größte Teil der Schüler in Sprachförderung ging in Volksschulen (31.331), gefolgt von Neuen Mittelschulen (6.550) und AHS (1.755). Unter den Bundesländern hat Wien mit 16.324 die meisten sprachlich geförderten Schüler, gefolgt von Vorarlberg (6.598) und Tirol (4.550). (APA)

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