Letztes Update am Mi, 11.09.2019 21:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahl 2019

Mauthausen Komitee dokumentierte 63 FPÖ-“Einzelfälle“

Von Juni 2018 bis Ende Juli diesen Jahres zählte das Mauthausen Komitee 63 rechtsextreme Vorfälle bei den Freiheitlichen. Laut dem Verein zeigt die FPÖ weiterhin eine „ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie“.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich.

© APAWilli Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich.



Wien – Im Vorfeld der Nationalratswahl hat das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) abermals als rechtsextrem gewertete Aktivitäten von FPÖ-Politikern dokumentiert und veröffentlicht. Der Verein zählte von Juni 2018 bis Ende Juli 2019 63 Fälle, hieß es in einer Aussendung. Die sogenannten „Einzelfälle“ kämen dabei auf allen Ebenen der Freiheitlichen vor, so der Befund.

FPÖ-nahe Medien verbreiteten antisemitische Inhalte und würden mit Steuergeld gefördert. Zudem hetzten FPÖ-Vertreter „aggressiv“ gegen Flüchtlinge und Minderheiten. Dabei seien häufig „zynische Menschenverachtung und Gewaltbereitschaft“ Merkmale. Laut dem Mauthausen Komitee zeigt die FPÖ weiterhin eine „ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie“.

Daher verfasste das Mauthausen Komitee einen Brief an die Parteichefs von ÖVP, SPÖ, Grünen, Neos und Liste Jetzt mit der Frage, ob sie „trotz der vielen rechtsextremen Aktivitäten blauer Politiker eine Koalition mit der FPÖ eingehen würden?“. „Über die Reaktionen werden wir die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten“, erklärte MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. (APA)

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Es ist dies die dritte derartige Dokumentation des Mauthausen Komitees. Die Ergebnisse sind hier zu finden.


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