Letztes Update am So, 29.09.2019 14:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahl 2019

Von Auszählung bis Zwei: Die Nationalratswahl von A bis Z

Von A wie Auszählung über J wie Jause und U wie Ungültig bis Z wie Zwei: Hier finden Sie das große Alphabet zur Nationalratswahl 2019 am Sonntag.

Am Sonntag wird wieder gewählt.

© APA/GindlAm Sonntag wird wieder gewählt.



A wie Auszählung: Dauert noch länger als bei der EU-Wahl, erst Donnerstagabend liegt das vollständige Ergebnis vor.

B wie Briefwähler: Könnten wieder den Ausschlag geben, wenn es z.B. zwischen SPÖ und FPÖ knapp ist.

Peter Pilz und seine Liste müssen um den Einzug bangen.
Peter Pilz und seine Liste müssen um den Einzug bangen.
- APA

C wie Chancen: ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS und Grüne können damit rechnen, in den Nationalrat zu kommen, Jetzt, KPÖ, „Wandel“ und die anderen Kleinparteien haben laut den Umfragen keine großen Chancen darauf.

D wie Donnerstag nach der Wahl: Könnte erst die endgültige Entscheidungen bringen. Weil da erst an die 50.000 Wahlkarten ausgezählt werden.

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E wie E-Learing: Wahlbehörden-Mitglieder werden vom Innenministerium online geschult - damit der VfGH keinen Grund zur Aufhebung findet, sollte die Wahl angefochten werden.

F wie Falten: Darf man den Stimmzettel, auch zum Flieger, wenn man will – aber er muss leserlich bleiben und ins Wahlkuvert hineinpassen.

G wie Geheim: Ist die Wahl – das heißt, dass gegen den Willen des Wählers nicht bekannt werden darf, wie er abstimmt. Deshalb wird z.B. auch die Briefwahl in den Bezirken ausgezählt und nicht in den Gemeinden. Selbst erzählen oder seinen Stimmzettel posten darf der Wähler aber.

H wie Hürde: Zumindest vier Prozent oder ein Direktmandat in einem Regionalwahlkreis muss eine Partei schaffen, um in den Nationalrat zu kommen.

Das Ressort von Innenminister Peschorn ist für die Abwicklung der Wahl zuständig.
Das Ressort von Innenminister Peschorn ist für die Abwicklung der Wahl zuständig.
- APA

I wie Innenministerium: Das zuständige Ressort für die Organisation und Abwicklung der Wahl – mit eigener Wahlabteilung und der dort angesiedelten Bundeswahlbehörde.

J wie Jause: Gibt es in manchen Gemeinden für die Wahlbeisitzer, anstelle der 12,50 Euro Verpflegungsvergütung, die laut Gesetz zustehen.

K wie Kreuzerl: „Kreuzerl sticht Vorzugsstimme“ ist die Devise. Kreuzt ein Wähler Partei A an, aber gibt dem Kandidaten der Partei B eine Vorzugsstimme, gilt diese Stimme für die Partei A.

L wie Lasche: Gibt es keine mehr am Briefwahlkuvert – weil bei Kuverts mit Lasche bei der Bundespräsidentenwahl 2016 die Verklebung aufging und deshalb die Stichwahl-Wiederholung verschoben werden musste.

M wie Mandate: 183 Mandate im Nationalrat werden bei der Wahl vergeben - auf drei Ebenen, in den Regionalwahlkreisen, in den Bundesländern und im Bund.

Der Nationalrat wird gewählt, nicht die Regierung.
Der Nationalrat wird gewählt, nicht die Regierung.
- APA

N wie Nationalrat: Dieser wird gewählt, nicht die Regierung. Aber die Parlamentsmehrheit ist Voraussetzung für die Koalitionsbildung.

O wie Online: Kann man in Österreich zwar die Stimme nicht abgeben - aber die Wahlkarte beantragen (z.B. auf oesterreich.gv.at) und viele Informationen zur Wahl finden (z.B. auf http://www.nationalratswahl2019.at) .

P wie Postkasten: Dort müssen die Briefwahl-Stimmen bis Samstag 9.00 Uhr früh liegen – damit die Post sie noch zeitgerecht zu den Bezirkswahlbehörden bringt.

R wie Regionalwahlkreis: Die dem Wähler nächste Ebene, auf der Mandate vergeben werden. 39 gibt es österreichweit, ein Direktmandat kostet zwischen 23.000 und 33.000 Stimmen.

S wie Stimmen: Jeder Wähler hat eigentlich nicht nur eine, sondern vier bei der NR-Wahl - eine für die Partei und je eine für Vorzugs-Kandidaten im Wahlkreis, Land und Bund.

T wie Telefon: Kein zulässiger Weg, um Wahlkarten zu beantragen. Das muss persönlich oder schriftlich (Brief, Mail, Internet) bei der Hauptwohnsitz-Gemeinde geschehen.

U wie Ungültig: Sind alle Stimmzettel, aus denen nicht klar und eindeutig hervorgeht, welche Partei die Stimme bekommt.

V wie Vorzugsstimmen: Kann je einem Kandidaten im Wahlkreis, im Land und im Bund helfen, trotz schlechtem Listenplatz ein Mandat zu bekommen.

W wie Wahlberechtigt: Sind 6,4 Millionen Österreicher, die spätestens am 29. September 16 Jahre alt werden - und denen der Richter nicht wegen einer Verurteilung das Wahlrecht entzogen hat.

Ein Kreuz ist die klassische Variante für die Stimmabgabe.
Ein Kreuz ist die klassische Variante für die Stimmabgabe.
- APA

X wie X: Die klassische Form des Wählens, das Kreuzerl bei der Partei. Man darf aber auch anders: Punkt, Strich, Hakerl, Namen einkreisen, hinschreiben, andere Parteien durchstreichen ... Es muss nur ganz klar sein, wen man wählt.

Y wie Ypsilon: Damit beginnen immerhin drei der 2100 Gemeinden, alle in Niederösterreich: Ybbs an der Donau, Ybbsitz und Yspertal.

Z wie Zwei: Nicht erst zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022, sondern schon jetzt muss der Nationalrat vorgezogen gewählt werden, weil die Regierung an „Ibizagate“ zerbrach. (APA)