Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 03.11.2019


Innenpolitik

Sigrid Maurer findet Kurz „ein bisschen ungreifbar“

Grüne Maurer meint, Kurz sei vertrauenswürdig.

© APAGrüne Maurer meint, Kurz sei vertrauenswürdig.



Die Vizeklubchefin der Grünen, Sigrid Maurer, äußert sich differenziert zu ÖVP-Obmann Sebastian Kurz, der heute mit ihrer Partei in Sachen Regierung erneut sondiert. „Ich denke schon, dass man ihm vertrauen kann", sagte sie der Presse. Er sei aber jemand, „bei dem man nicht sofort das Gefühl hat, man kennt sich aus". Kurz habe eine „erstaunliche Karriere in den letzten Jahren hingelegt", befindet Maurer; er sei aber nach wie vor „ein bisschen ungreifbar".

Im Sommer hat Maurer konstatiert, dass sie sich eine Koalition mit „dieser türkisen ÖVP" schwierig vorstelle. Das kommentiert sie nun so: Dieser Befund sei dem Wahlkampf geschuldet gewesen.

Der Ton sei jetzt auf beiden Seiten gemäßigter, sagt Maurer, die nicht im Sondierungsteam der Grünen ist. Und die ÖVP sei „viel heterogener, als es oft scheint. Es gibt die schwarzen Landesparteien und unterschiedlich positionierte ÖVPler. Auch wenn alles auf Kurz fokussiert ist, ist der Rest der Partei ja nicht verschwunden."

Maurer will sich fortan dem Aufbau des Parlamentsklubs der Grünen widmen. Klubzwang werde es nicht geben, sagt sie. Dass sie in einer ÖVP-Grünen-Regierung Innenministerin werden könnte — wovor die FPÖ warnt —, sei nie zur Debatte gestanden. „Unsere Personalpolitik machen wir aber schon selbst." Allerdings hält Maurer eine Koalition von ÖVP und Grünen „nicht für den wahrscheinlichsten Fall". „Es ist alles offen. Aber sollte es zu einer Regierung kommen, wäre sie stabil." (TT)

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