Letztes Update am Do, 14.11.2019 18:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Burgenland

„Es ist nicht Krebs“: Doskozil muss erneut operiert werden

Burgendlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) dementiert Gerüchte, an Krebs erkrankt zu sein. Er muss sich bald einer dritten Stimmband-OP unterziehen.

Hans Peter Doskozil (SPÖ).

© APAHans Peter Doskozil (SPÖ).



Eisenstadt – Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat im Rahmen der Landtagssitzung am Donnerstag angekündigt, dass er sich ein drittes Mal einer Stimmband-Operation unterziehen muss. Da die Anfang Oktober erfolgte Operation keine vollständige Besserung gebracht habe, werde er im ersten Halbjahr nächsten Jahres erneut operiert. Gerüchten, er habe Krebs, erteilte er eine klare Absage.

Unter dem „Gebot der Transparenz“ und um zahlreichen Gerüchten, die es zu seiner Gesundheit gebe, entgegenzutreten, habe er sich entschieden, seinen Gesundheitszustand öffentlich zu machen, sagte Doskozil. „Ich will klar und deutlich sagen: Es ist nicht Krebs, es ist nicht lebensbedrohlich“, betonte der Landeshauptmann. Er habe sich der Stimmband- und Kehlkopfoperation Anfang Oktober unterziehen müssen, da sich „im hinteren Kehlkopfbereich, bei den Stellknorpeln des Kehlkopfes eine Beeinträchtigung abgezeichnet hat“.

„Will genauso behandelt werden wie jeder andere“

Doskozil wünscht sich einen „fairen und objektiven Umgang“ mit seiner Gesundheit. Die Stimmprobleme, die eine weitere Operation erforderlich machen, seien in Zeiten des Wahlkampfes für die Landtagskür am 26. Jänner natürlich eine Beeinträchtigung. „Aber ich will genauso behandelt werden wie jeder andere“, sagte Doskozil am Donnerstag in der Budgetrede im Landtag.

Es sei „eine Herausforderung, in der Phase einer Wahlauseinandersetzung die Stimme zu erhalten“, betonte der Landeshauptmann. „Es ist natürlich eine schwierige Situation für einen Politiker, wenn er darum kämpft, seine Stimme mit Sprachtraining wiederzuerlangen“, sagte Doskozil. Er wolle aber kein „scheinheiliges Mitleid. Das hat mit einer politischen Auseinandersetzung nichts zu tun.“ Die Stimme beeinträchtige ihn immerhin nicht, Entscheidungen zu treffen.

Seine gesundheitlichen Probleme sollen nicht als „Spielball für die Politik“ verwendet werden, betonte Doskozil. Er sei zuversichtlich, dass er die Probleme mittelfristig in den Griff bekommen werde. Durch Stimmtraining gelinge es, seine Stimme zu schärfen. Während er vor zwei Wochen noch keine Stimme gehabt habe, könne er durch das Training nun öffentliche Termine wie die Landtagssitzung wahrnehmen. (APA)


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