Letztes Update am Mi, 04.12.2019 06:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesheer

Mehrheit der Bevölkerung findet Grundwehrdienst zu kurz

Die Vorstellung der Befragten: Grundwehrdiener sollten vertieft ausgebildet werden und an der Materialausstattung müsse es Verbesserungen geben.

Symbolfoto.

© Bundesheer (Symbolfoto)Symbolfoto.



Wien – Eine Mehrheit von 58 Prozent der Österreicher sieht die Dauer des Grundwehrdienstes als zu kurz an. Drei Viertel der österreichischen Bevölkerung haben eine positive Grundhaltung zum Bundesheer. Das geht aus einer Umfrage des market-Instituts im November unter knapp 1500 Befragten im Auftrag des Verteidigungsministeriums hervor.

Die Dauer des Grundwehrdienstes bzw. eine Rückkehr zum alten System ist in den letzten Jahren immer wieder zum Thema geworden. Sowohl der jetzige Minister Thomas Starlinger als auch sein Vorgänger von der FPÖ, Mario Kunasek, sprachen sich für die Rückkehr zum Grundwehrdienst von acht Monaten mit verpflichtenden Milizübungen aus.

Das sieht die Mehrheit der Bevölkerung laut der Umfrage ähnlich. Für mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist es notwendig, auch nach dem sechsmonatigen Grundwehrdienst weitere Milizübungen in der Dauer von zwei Monaten abzuleisten. 58 Prozent sehen die Dauer des Grundwehrdienstes als zu kurz an. Im Vergleich zu einer Erhebung im Juli 2019 bedeutet das einen Anstieg, damals waren nur 52 Prozent dieser Meinung.

Bundesheer soll besser vorbereitet werden

Ganze 73 Prozent sind grundsätzlich der Ansicht, dass das Bundesheer angesichts aktueller Bedrohungen besser für seine vielfältigen Aufgaben vorbereitet werden sollte. Hinsichtlich der konkreten Maßnahmen betrachten fast drei von vier Österreichern eine vertiefte Ausbildung der Wehrdiener (71 Prozent) und eine Verbesserung der Materialausstattung (70 Prozent) als wichtig.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Ein nahezu ebenso großer Anteil der Bevölkerung (69 Prozent) sieht die Vorbereitung des Bundesheeres auf Cyberangriffe und das Vorantreiben der Digitalisierung als wesentlich. Eine klare Mehrheit von 63 Prozent spricht sich zudem für eine Bereitstellung von mehr Budgetmitteln für das Heer aus. Dies entspricht einer leichten Erhöhung im Vergleich zu Juli 2019.

Abgefragt wurden auch die Ängste der Bevölkerung. Am meisten fühlen sich die Österreicher demnach von den negativen Auswirkungen des Klimawandels bedroht (56 Prozent). 50 Prozent befürchten persönlich die Auswirkungen eines Blackouts oder einer Massenmigration (47 Prozent). (APA)


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Innenpolitik-Blog
Innenpolitik-Blog

Koalition wohl nicht vor Weihnachten, FPÖ laut Umfrage im Bund hinter Grünen

Die Koalitionsgespräche der ÖVP mit den Grünen dürften wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Indes bricht die FPÖ endgültig mit Ex-Parteichef Heinz-Chr ...

koalition
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wurde am Freitag aus der Partei ausgeschlossen.Parteiausschluss
Parteiausschluss

„Das tut weh“: Strache teilt in ZiB2 gegen die FPÖ aus, Nepp kontert scharf

Der ausgeschlossene Ex-Parteiobmann kritisiert die „Vorverurteilungsmaschinerie“ und zeigt sich „enttäuscht“ von ehemaligen Weggefährten. Über ein Comeback e ...

koalition
Zitate der Woche
Zitate der Woche

Norbert Hofer: “Bündnis Zukunft Ibiza hat sich gegründet“

Aufreger, Entgleisung oder einfach nur zum Schmunzeln: Die Sager der Woche aus der österreichischen Politik als Bildergalerie zum Durchklicken. In Kalenderwo ...

Nachdem Straches Erfolgswelle im Mai 2019 aprubt zum Stehen kam, ging es für den Ex-Vize-Kanzler bergab.FPÖ
FPÖ

Ausgeschlossener Strache lässt Politik-Rückkehr offen

Die FPÖ fühlt sich „befreit“, ihr Ex-Chef beeinsprucht den Rauswurf nicht. Er liebäugelt mit einem Comeback — bei der Wahl in Wien.

koalition
Der Sitz des Verfassungsgerichtshofs in Wien.Sozialversicherung
Sozialversicherung

Kassenreform: Gesundheitskasse kann am 1. Jänner starten

Der Verfassungsgerichtshof bestätigt wesentliche Punkte der türkis-blauen Reform, drängt aber den Einfluss der Regierung zurück. Somit kann die Gesundheitska ...

Weitere Artikel aus der Kategorie »