Letztes Update am Do, 15.05.2014 14:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl

EU-Stop: Raus mit Österreich aus der EU

Den Austritt Österreichs aus der Europäischen Union – und das so rasch wie möglich. Mit diesem Programm wirbt das Bündnis „EU-Stop“ um die Wählergunst.



Wien/Innsbruck – Gleich zwei Frontmänner hat das Wahlbündnis „EU-Stop“: Rudolf Pomaroli und Robert Marschall. Die Liste setzt sich nämlich aus zwei Parteien zusammen, die sich für die Wahl am 25. Mai auf eine gemeinsame Kandidatur geeinigt haben. Auf ihrer Homepage stellt die neue Partei das unter das Motto: „Zu zweit sind wir mehr als doppelt so stark“. Listenerster ist Robert Marschall, Rudolf Pomaroli folgt auf Platz zwei.

Robert Marschall: EU-AUS

Eine der beiden Parterninnen des Wahlbündnisses ist die „EU-Austrittspartei“ von Robert Marschall. Der 48-jährige Niederösterreicher Marschall studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist Herausgeber des Wiener Stadtmagazins „Wien-konkret“. Seine Liste scheiterte bei der Nationalratswahl 2013 mit 0.01 Prozent Stimmenanteil.

Rudolf Pomaroli: NFÖ

Die zweite Partei des Wahlbündnisses ist die 2003 gegründete Partei Neutrales Freies Österreich (NFÖ) des ehemaligen HTL-Lehrers Rudolf Pomaroli. Der Tiroler, Jahrgang 1945, ist Wirtschaftsingenieur.

Die NFÖ kam bei der Nationalratswahl 2006 auf 0,23 Prozent. Ihren Sitz hat die Partei in Innsbruck. Sie versteht sich selbst als christlich orientierte Partei mit dem Hauptziel, dass Österreich aus der EU austreten soll.

Die Forderungen von „EU-Stop“

Die Hauptforderung des Wahlbündnisses ist, wie der Name bereits verrät, ein Austritt Österreichs aus der Europäischen Union. Das sieht man auch als Abgrenzungsmerkmal etwa zur FPÖ – die nicht für den sofortigen Austritt eintrete. Als weitere Schwerpunkte listet das Wahlbündnis erleichterte Hürden für die Volksabstimmung – 1% der Wahlberechtigten sollen eine solche einleiten können – und die Neutralität. Österreichisches Steuergeld solle außerdem in Österreich bleiben. (APA, mats, tt.com)