Letztes Update am Mi, 11.06.2014 07:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innenpolitik

Festakt zum 80. Geburtstag: ÖVP feiert Alois Mock



Wien – „Alois Mock hat sein politisches Wirken immer in den Dienst Österreichs und der österreichischen Bevölkerung gestellt.“ Mit diesen Worten würdigte ÖVP-Obmann Michael Spindelegger anlässlich des Festakts das Wirken von ÖVP-Ehrenobmann Alois Mock. Der frühere Außenminister feierte gestern seinen 80. Geburtstag.

Im Beisein von Bundespräsident Heinz Fischer und dem früheren slowenischen Ministerpräsidenten Lojze Peterle feierte die Partei mit einem großen Fest in der Wiener Hofburg ihre politische Ikone.

Der „Mr. Europa“ der ÖVP gilt als einer der Väter der österreichischen EU-Mitgliedschaft. Mock war Außenminister von 1987 bis 1995 und stand zehn Jahre lang an der Spitze der ÖVP. Den bereits sicher geglaubten Sprung ins Kanzleramt (nach dem vorzeitigen Ende von Rot-Blau nach Jörg Haiders Wahl zum FPÖ-Obmann) haben ihm allerdings die Wähler 1986 verbaut. Doch die ÖVP kam nach 16 Jahren in Opposition wieder in Regierungsverantwortung.

Aus der Politik verabschiedet hat sich der von einer Parkinson-Erkrankung gezeichnete Mock bereits 1999. Dennoch ist der langjährige ÖVP-Politiker der Öffentlichkeit in Erinnerung geblieben wie wenige andere – etwa mit dem symbolträchtigen Bild vom Schnitt durch den Eisernen Vorhang gemeinsam mit Ungarns Außenminister Gyula Horn drei Monate vor der Grenzöffnung im Juni 1989.

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Der EU-Beitritt war für Mock sein später persönlicher Triumph: 1989 hatte der Außenminister das österreichische Beitrittsgesuch eingebracht, nach seiner Rückkehr von der letzten Verhandlungsrunde stilisierte ihn die ÖVP zum „Helden von Brüssel“. Am 12. Juni 1994, zwei Tage nach Mocks 60. Geburtstag, votierten bei einer Volksabstimmung zwei Drittel der Österreicher für die EU-Mitgliedschaft. (TT)