Letztes Update am Mo, 07.12.2015 15:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bürgerkrieg in Syrien

USA dementieren Bericht über Angriff auf syrische Soldaten

Laut syrischen Menschenrechtlern wurden durch Luftangriffe des von den USA geführten Bündnisses vier Regierungssoldaten getötet. Eigentlich richten sich die Angriffe der Koalition gegen die Terrormiliz IS. Die USA bestritten jedoch, dass bei der Attacke überhaupt Menschen starben.

Bereits 250.000 Menschen wurden im syrischen Bürgerkrieg getötet. Das Foto zeigt Bewohner nach einem Luftangriff der Armee.

© AFPBereits 250.000 Menschen wurden im syrischen Bürgerkrieg getötet. Das Foto zeigt Bewohner nach einem Luftangriff der Armee.



Washington – Die USA haben Berichte dementiert, nach denen bei einem Luftangriff in Syrien vier Soldaten des Regimes getötet worden seien. Das US-geführte Bündnis habe am Sonntag in der Provinz Deir al-Zor im Osten des Landes vier Angriffe auf Ölquellen der Terrormiliz IS (Daesh) geflogen, teilte Heeresoberst Steve Warren in Bagdad mit.

„Wir haben keine Fahrzeuge oder menschlichen Ziele getroffen. Es gibt keine Anzeichen, dass sich syrische Soldaten in Nähe unserer Angriffe befanden.“ Die Angriffe seien etwa 50 Kilometer südöstlich der Stadt Ayash geflogen worden. Auch US-Präsident Barack Obamas Sondergesandter für den Kampf gegen IS, Brett McGurk, dementierte die Berichte.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte erklärt, dass bei einem Angriff von Flugzeugen des Bündnisses vier Soldaten des Regimes getötet 13 weitere verletzt worden seien. Demnach sei ein Beobachtungsposten der Armee angegriffen worden. Die Luftschläge der USA und ihrer Partner richten sich eigentlich gegen IS. (APA/dpa)

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