Letztes Update am Mo, 20.02.2017 08:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konflikte

Neuer Massenansturm auf spanische Exklave Ceuta: Elf Verletzte

Die Grenze zwischen Nordafrika und Spanien ist mit einem doppelten Zaun gesichert. Trotzdem kommt es seit Monaten immer wieder zu Übertritten.

Migranten feiern ausgelassen, nachdem sie sich den Weg über die Grenze in die spanische Exklave Ceuta gebahnt haben.

© AFPMigranten feiern ausgelassen, nachdem sie sich den Weg über die Grenze in die spanische Exklave Ceuta gebahnt haben.



Ceuta – Bei einem neuen Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko sind in der Nacht zum Montag etwa 350 Menschen auf spanisches Gebiet gelangt. Es gelang ihnen, den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu erklimmen. Elf Menschen seien dabei verletzt worden, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit.

Erst am Freitag hatten etwa 1000 Migranten versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Der doppelte Zaun, der Ceuta von Nordafrika trennt, ist acht Kilometer lang. Seit Monaten gibt es immer wieder Massenanstürme, bei denen oft auch Sicherheitskräfte verletzt werden, die versuchen, die Menschen abzuwehren.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus. (APA/dpa)

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Blick auf die Grenze.
Blick auf die Grenze.
- AFP