Letztes Update am Sa, 14.10.2017 15:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Syrien-Krieg

100 IS-Kämpfer in Raqqa ergaben sich

Ausländische Extremisten harren noch in der umkämpften syrischen Stadt aus.

© ReutersDie von den USA geführte Internationale Koalition ging in Raqqa gegen den IS vor.



Raqqa – In der umkämpften nordsyrischen Stadt Raqqa haben sich nach Angaben der von den USA geführten Internationalen Koalition Dutzende IS-Kämpfer ergeben. In den vergangenen 24 Stunden hätten insgesamt etwa 100 Jihadisten die Stadt freiwillig verlassen, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Zuvor hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte davon berichtetet, dass alle syrischen IS-Mitglieder die Stadt verlassen hätten. Ausländische Extremisten harrten dort aber immer noch aus.

Dass IS-Kämpfer sich ergeben, ist in den Augen der Jihadisten in höchstem Maße unehrenhaft und deshalb relativ selten. Die Internationale Koalition sieht den Grund dafür auch darin, dass die Kämpfer an der Front völlig von der Führungsebene der Organisation abgeschnitten sind.

Raqqa ist vollkommen von den kurdisch geführten Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte eingekreist, die von der Internationalen Koalition unterstützt werden. Das Anti-IS-Bündnis gibt an, dass 85 Prozent der Stadt vom IS befreit sei. Trotzdem erwarte man „schwierige Kämpfe in den nächsten Tagen“. Es sei noch unklar, wann Raqqa endgültig befreit sein werde. (dpa)




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