Letztes Update am So, 13.05.2018 11:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Terrorismus

Acht Todesurteile im Iran wegen IS-Anschlägen vor einem Jahr

Das Urteil kann vor dem Obersten Gerichtshof noch angefochten werden.

© ReutersEin IS-Anhänger mit der Flagge der extremistischen Gruppe (Archivbild).



Teheran – Knapp ein Jahr nach Anschlägen der Extremistenmiliz IS in Teheran sind am Sonntag acht Beschuldigte zum Tode verurteilt worden. Das Urteil eines iranischen Revolutionsgerichts wurde nach sieben Prozesstagen im Staatsfernsehen bekanntgegeben.

Es kann demnach noch vor dem Obersten Gerichtshof des Landes angefochten werden. 18 weitere Verdächtige müssen sich in dem Fall noch verantworten, wie staatliche Medien berichteten. Im Juni vergangenen Jahres waren bei Angriffen auf das Parlament und das Mausoleum von Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini 18 Menschen getötet worden. Dazu hatte sich die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Es war das erste tödliche Attentat des IS im Iran überhaupt.

Der Vorsitzende des Teheraner Revolutionsgerichts, Musa Ghazanfarabadi, sagte, mit den Klagen der Familien der Opfer gegen die USA und Saudi-Arabien würden sich die Gerichte später befassen. Der schiitisch dominierte Iran wirft den zwei Ländern vor, die sunnitische IS-Miliz zu unterstützen. Die beiden Staaten bestreiten dies. (APA/Reuters)