Letztes Update am Mi, 04.07.2018 13:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Terrormiliz

Angeblich Sohn des IS-Chefs Al-Bagdadi in Syrien getötet

Die einst mächtige Terrormiliz IS meldet den Tod eines prominenten „Märtyrers“: Ein Sohn des „Kalifen“ Al-Bagdadi soll bei einem Einsatz gegen syrische und russische Soldaten getötet worden sein. An der Meldung gibt es aber Zweifel.

© ReutersEin IS-Anhänger mit der Flagge der extremistischen Gruppe (Archivbild).



Damaskus – Ein Sohn des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi ist nach Angaben der Terrormiliz im Zentrum Syriens umgekommen. An der Meldung gibt es aber Zweifel.

Hudaifa al-Badri sei „bei einem Einsatz gegen die Nusairija (syrischen Regierungskräfte) und die Russen“ in der Provinz Homs getötet worden, heißt es in einer Erklärung, die über die üblichen Kanäle des Islamischen Staates (IS) im Internet verbreitet wurde. Dazu ist das Foto eines offenbar minderjährigen Burschen zu sehen, der eine Militäruniform trägt und eine Waffe in den Händen hält.

Wann Al-Bagdadis Sohn getötet worden sein soll, erwähnt die Erklärung nicht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nannte am Mittwoch die Nachricht über den Tod des Buben falsch. Es habe in der erwähnten Region seit mehr als drei Wochen keinen IS-Angriff gegeben.

Der IS hat den allergrößten Teil seines früheren Herrschaftsgebiets in Syrien und im Irak mittlerweile wieder verloren. IS-Zellen sind aber noch in einigen wenigen Regionen aktiv und greifen auch immer wieder syrische Regierungstruppen an.

Wo sich IS-Chef Al-Bagdadi aufhält, ist unbekannt. Im vergangenen Jahr hatte Moskau mitgeteilt, er sei möglicherweise bei einem russischen Luftangriff in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka ums Leben gekommen. Sein Tod wurde jedoch nie bestätigt. (dpa)




Schlagworte